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Schüttgut-Branche trotzt der Rezession

Die POWTECH, europäische Leitmesse für Handling und Verarbeitung von Pulvern, Schüttgütern, Liquids und Fluids, öffnet heute für drei Tage in Nürnberg ihre Tore. Die VDMA-Sonderschau, erstmalig organisiert von den Fachverbände Allgemeine Lufttechnik und Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate, adressiert in Ihrem heutigen Pressegespräch den Zustand der Branche.

Lufttechnik mit vollen Auftragsbüchern aber nüchterner Prognose

Die Allgemeine Lufttechnik fasst Technologien der Klima- und Lüftungstechnik mit Raumlufttechnik sowie Prozesslufttechnik, Luftreinhaltung, Kälte-, Trocknungs- und Oberflächentechnik zusammen. Für das Jahr 2023 prognostizieren diese Branchen weiterhin eine positive Umsatzentwicklung. Dies liegt vorrangig an den langen Projektlaufzeiten, die derzeit noch für gut gefüllte Auftragsbüchern der Anlagenbauer sorgen. Der aktuelle Auftragseingang zeigt jedoch, dass sich die Ausgangslage verändert: Im Zeitraum Januar bis Juli dieses Jahres sanken die Bestellungen für alle Segmente um insgesamt real 16 Prozent zum Vorjahr.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Produktionsindex der Allgemeinen Lufttechnik wider: Er legte von Januar bis Juli 2023 zwar um nominal 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu, wird aber in der laufenden zweiten Jahreshälfte voraussichtlich nicht an die positive Entwicklung anknüpfen können. Im Gesamtjahr 2022 erreichte die deutsche Produktion einen Wert von 17,3 Milliarden Euro. „Die Rezession zeigt sich mittlerweile auch in den Zahlen von Deutschlands innovationsstärkster Branche“, sagt Robert Hild, Geschäftsführer VDMA Allgemeine Lufttechnik. „Internationale Treffen wie die POWTECH, insbesondere auf dem starken innereuropäischen Absatzmarkt, werden zur Vernetzung und zur Geschäftsanbahnung für den Maschinen- und Anlagenbau deshalb immer wichtiger.“

Die Ausfuhren der Lufttechnik beliefen sich von Januar bis Juli 2023 auf starke 9,3 Milliarden Euro, was einem Plus von nominal 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht (real plus 2 Prozent). Der europäische Markt blieb der wichtigste deutsche Absatzmarkt mit einem Zuwachs von 11 Prozent (5,2 Milliarden Euro). Als größter Einzelmarkt verzeichneten die USA ein nominales Wachstum von 4 Prozent auf 930 Millionen Euro. Hohe Nachfragen waren zudem aus Lateinamerika sowie dem Nahen und Mittleren Osten zu verzeichnen. Lieferungen nach China (Rang sechs der wichtigsten Abnehmerländer) waren hingegen in den ersten sieben Monaten des Jahres 2023 gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Der Wert fiel um 3 Prozent auf 514 Mio. Euro.

Verfahrenstechnik verzeichnet gestiegene Auslandsnachfrage

In der Verfahrenstechnik steigt der kumulierte preisbereinigte Umsatz für die ersten sieben Monate um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Begründet liegt dies in den Werten für das Inland (plus 16 Prozent), die Euro-Länder (plus 17 Prozent) sowie die Nicht-Euro-Länder (plus 6 Prozent).

Beim preisbereinigten Auftragseingang zeigt der Monatswert Juli aufgrund gestiegener Auslandsnachfrage ein Plus von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Insgesamt ergibt sich für das bisherige Jahr 2023 jedoch ein leichter Bestellrückgang von minus 2 Prozent. Grund hierfür ist vor allem die schwächere Nachfrage aus den Euro-Ländern (minus 30 Prozent). Bestellungen aus dem Inland und aus den Nicht-Euro-Ländern stiegen dagegen um 18 beziehungsweise 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gemäß der letzten VDMA-Blitzumfrage (Ende Juni), gaben die teilnehmenden Mitglieder des Fachverbands Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate jedoch an, dass Beeinträchtigungen durch Auftragsverluste und Stornierungen mittlerweile deutlich geringer spürbar sind. Nur 28 Prozent der Befragten zeigten sich spürbar oder gravierend betroffen. Auch die Stimmungslage der Anbieter der Verfahrenstechnik spiegelt diese Besserung wider: Fast die Hälfte der Unternehmen bewerten das Jahr 2023 optimistisch bis überwiegend optimistisch. Allerdings sind auch 23 Prozent überwiegend pessimistisch oder pessimistisch eingestellt.

„Für die Unternehmen der Verfahrenstechnik bleiben vor allem die Lieferengpässe von Elektrotechnik und -komponenten ein gravierendes Problem“, erläutert Richard Clemens, Geschäftsführer VDMA Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate. „Zudem blicken viele Unternehmen beunruhigt auf den aktuellen und zukünftigen Fachkräftemangel. Beide Aspekte zeigen die Volatilität unserer Branche, die wir im Rahmen der POWTECH entschieden adressieren und mit unseren Mitgliedern zusammen mit Innovationskraft füllen wollen.“ Der Export der Verfahrenstechnik ist in den ersten sieben Monaten des Jahres 2023 um 4,2 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode auf 4,4 Milliarden Euro gestiegen. Die USA legten in diesem Zeitraum deutlich zu (von 327 auf 473 Millionen Euro) und sind damit zum wichtigsten Absatzmarkt außerhalb der EU geworden. Am Gesamtvolumen hält das Land nunmehr 10,8 Prozent. China ist weiterhin zweitwichtigster Markt mit einem Prozentanteil von 9,5, hat aber gegenüber dem Vorjahr eingebüßt (von 431 auf 415 Millionen Euro). Auf Platz drei bleibt Frankreich mit 267 Millionen Euro (6,1 Prozent Gesamtvolumen). Die Wichtigkeit des europäischen Marktes für die deutschen Ausfuhren in der Verfahrenstechnik zeigt sich in den Folgeplatzierungen der weiteren Top-10 der Absatzmärkte: Italien, Polen, Belgien, Niederlande, Schweiz, UK, Österreich.

VDMA-Sonderschau als Netzwerk-Plattform und Branchen-Repräsentant

Vernetzung und Innovationskraft voranzubringen ist ebenfalls Thema der diesjährigen VDMA-Sonderschau zur POWTECH. Am Stand in Halle 2/ 2-204 finden sich daher elf Vertreter der Schüttgut-Branche (AL-KO THERM GmbH, Alexanderwerk GmbH, bar pneumatische Steuerungssysteme GmbH, DIOSNA Dierks & Söhne GmbH, Donaldson Filtration Deutschland GmbH, Filtration Group GmbH, Herding GmbH Filtertechnik, HET Filter GmbH, Masterflex SE, MOLLET Füllstandtechnik GmbH, ts-systemfilter GmbH), die ihre Innovationskraft und die Vielseitigkeit der Branche unter Beweis stellen. Die standeigene Speakers Corner ist zudem Treffpunkt zum Netzwerken, in der VDMA-Expertinnen und Experten über tagesaktuelle Themen der Schüttgut-Branche informieren. Thematisiert werden unter anderem die Biologisierung der Industrie, Belange der Klima- und Energiepolitik, Neuerungen der TA-Luft und die Gewinnung von Nachwuchskräften für den Maschinenbau. Darüber hinaus erwarten die Besucher spannende Interviews mit VDMA-Mitgliedsunternehmen zu den Themen Unternehmenskultur, Nachwuchsförderung und Digitalisierung.

Die aktuellen Geschehnisse der VDMA-Sonderschau können neben den Live-Auftritten auch über den LinkedIn-Kanal des VDMA verfolgt werden.

Über den VDMA, Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

Der VDMA vertritt 3600 deutsche und europäische Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus. Die Industrie steht für Innovation, Exportorientierung und Mittelstand. Die Unternehmen beschäftigen insgesamt rund 3 Millionen Menschen in der EU-27, davon mehr als 1,2 Millionen allein in Deutschland. Damit ist der Maschinen- und Anlagenbau unter den Investitionsgüterindustrien der größte Arbeitgeber, sowohl in der EU-27 als auch in Deutschland. Er steht in der Europäischen Union für ein Umsatzvolumen von geschätzt rund 860 Milliarden Euro. Rund 80 Prozent der in der EU verkauften Maschinen stammen aus einer Fertigungsstätte im Binnenmarkt.

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