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Cool bleiben für Fahrräder und Flakons

Weil sie sich mit Kreativität und Kompetenz um die Wertschöpfung anspruchsvoller Teile kümmern, hat die Metallbearbeitung Ralf Weisheit GmbH seit 2008 einen beeindruckenden Turn-around bei ihren Kunden hingelegt. Für Präzision in der Fertigung und das Einhalten von Terminen unterstützt ARNO Werkzeuge beim Drehen und Abstechen. Da freuen sich Jaguar-Liebhaber und Fahrrad-Enthusiasten gleichermaßen.

„Wir freuen uns über anspruchsvolle Herausforderungen in der Metallbearbeitung“, betont Berti Weisheit. „Am besten können wir dabei unsere langjährige Kompetenz zeigen, wenn wir bereits zur Konstruktion hinzugezogen werden. Denn dann bringen wir gerne fertigungstechnische Aspekte ein, die die spätere Herstellung eines Teils günstiger werden lassen,“ so der Geschäftsführer in vierter Generation bei der Ralf Weisheit GmbH. Mit einer top ausgebildeten und hochmotivierten Mannschaft verarbeitet das Unternehmen im thüringischen Floh-Seligenthal jährlich etwa 200-300 Tonnen Stahl und NE-Metalle, darunter auch hochdruck- und hochzugfestes Aluminium. „Das ist sehr leicht und trotzdem stabil und es lässt sich prima bearbeiten, wenn man die richtigen Werkzeuge einsetzt. Dennoch kann das nicht jeder“, erklärt Weisheit. Für eine ganz besondere Kundenschar entsteht daraus Außergewöhnliches. So werden für Kleinserien von Hightech-Fahrrädern oder Sonder­fahrrädern unter anderem Gehäuse für Nabenschaltungen und Nabendynamos aus Aluminium hergestellt.

Hochpositive Wendeschneidplatten sparen Entgratprozess

Seit ARNO Außendienstmitarbeiter Stefan Fitz mit Rat und Tat sowie mit den „richtigen“ Werkzeugen hilft, gelingt das wesentlich effizien­ter. Weil die Thüringer beim Drehen viel Wert auf eine hohe Oberflächengüte legen, setzen sie zum Schlichten auf beschichtete Hochpositive Wendeschneidplatten von ARNO. Fitz weiß, warum: „Die Geometrien ALU und ASF eignen sich dank ihrer besonderen Schlichtgeometrie ideal für die Feinbearbeitung und für labile, dünnwandige Teile.“ Sie sind komplett umfanggeschliffen und haben eine scharfe Schneidkante sowie eine speziell ausgelegte Spanleit­stufe. „So sind für die Bearbeitung nur geringe Schnittkräfte nötig“, versichert der ARNO Berater. „Bei vielen Bauteilen bekommen wir damit eine glatte Oberfläche und können uns das Entgraten in der Nachbearbeitung komplett sparen“, bestätigt Weisheit.

Für die Hochpositiven Wendeschneidplatten ist ARNO Werkzeuge bekannt, verfügt das Unternehmen doch über das größte Angebot dieser Hochleistungswerkzeuge. „Dabei geht unsere Unterstützung weit über diese Produkte hinaus“, erwähnt Fitz. Das bestätigt auch Berti Weisheit, wenn er erzählt, dass es für ihn überraschend war, „dass da jemand nicht nur seine Produkte verkaufen will, sondern uns fragt, wie er uns helfen kann.“ So profitiert sein Unternehmen in vielfältiger Weise davon.

„Mit AWL kühlen wir durch den Träger hindurch gezielt nur die Werkzeuge, bei denen es für die Herstellung des Teils sinnvoll ist“

Ein weiteres anspruchsvolles Teil aus Stahl ist ein Entlüftungsventil, das Weisheit für eine Hightech-Fahrradbremse fertigt. Das kaum fingerkuppengroße Drehteil aus Stahl wird auf einer CITIZEN L20E Langdrehmaschine gefertigt. Seit Herbst 2018 ist die mit einem AWL-Linearschlitten und dem AFC-Schnellwechselsystem von ARNO ausgestattet. Das hat der Fertigung einen wahren Schub verpasst.

Das Besondere am AWL-Linearschlitten ist die integrierte Kühlmit­telzufuhr. Das zum Patent angemeldete Werkzeugaufnahmesystem verfügt über zwei unabhängige Kühlkanäle, die sich gezielt öffnen oder verschließen lassen. Je nach Maschine und Ausführung kann der neue AWL-Linearschlitten zwei bis sechs Werkzeuge aufnehmen. Dabei hat jede Kammer eine integrierte Kühlmittelzufuhr die individuell, je nach Bearbeitungssituation, verschlossen werden kann. So können Werkzeuge mit und ohne Innenkühlung parallel eingesetzt werden. „Das ist uns enorm wichtig“, betont Weisheit, „denn nicht immer benötigen wir die Kühlung direkt auf der Schneide. Und dann sperren wir da einfach ab.“ Dadurch kommt die volle Wucht der 130 bar Hochdruck-Kühlmittelzufuhr gezielt auf den gewünschten Punkt der Schneide. Die Späne werden nicht nur weggespült, sondern brechen auch anders, was in einzelnen Fällen zu einem besseren Bearbeitungsergebnis führt.

Sogar einzelne Schrauben lassen sich nachbestellen

Durch die interne KSS-Zufuhr entfällt das zeitaufwändige Anschließen einer externen und kostenintensiven Verschlauchung. Zudem gibt es keine Störkonturen im Maschinenraum. Berti Weisheit bringt es auf den Punkt: „Genau das hatten wir seit Jahren gesucht. Es hat für uns ausschließlich Vorteile.“ Und auch Guido Frank ist begeistert: „Aufgrund der integrierten KSS-Zufuhr können wir ein solches Werkzeugaufnahmesystem überhaupt erst einsetzen. Bei anderen Lösungen war die Zufuhr über externe Schläuche immer im Weg. Die konnten wir nie verwenden.“ Auch die stabile Keilspannung der Klemmhalter durch zwei Schrauben mit dem Niederzugeffekt hat den erfahrenen Einrichter und Programmierer bei Weisheit überzeugt. Und nicht zuletzt die Tatsache, „dass man einzelne Schrauben nachbestellen kann“, schätzen die Thüringer. „Bei anderen musste man immer gleich die ganze, wesentlich teurere Einheit nachkaufen.“

„Wer’s einsetzt, gibt es nicht mehr her“

Weisheit kombiniert AWL mit dem ARNO Fast Change (AFC) Schnellwechselsystem. „AFC ist ein zweiteiliges Trägerwerkzeug für den extrem schnellen, einfachen und sicheren Werkzeugwechsel“, erklärt Stefan Fitz, der Weisheit seit 2015 regelmäßig berät. Seinen Rat schätzt auch Berti Weisheit: „Langdreher sind super und auch unkompliziert zu bedie­nen – nur der Werkzeugwechsel ist halt richtig aufwändig. Da ist einfach zu wenig Platz, dadurch braucht man länger und macht eher Fehler. Das war für uns der Auslöser, das AFC-System einzusetzen.“

Die zweigeteilten Werkzeuge mit Träger und Anschlagsteil lassen sich mit wenigen Handgriffen lösen und befestigen. Beim Aufdrehen hebt eine integrierte Kontermutter den Spannkeil leicht an. Dann muss lediglich der vordere Teil des zweigeteilten Trägers entnommen und mit einem anderen Träger mit neuer Schneidplatte wieder eingesetzt werden. Wenn die beiden Trägerteile wieder aufeinandergesteckt werden, sind sie sofort über einen O-Ring verbunden, so dass das Werkzeug nicht versehentlich in die Maschine fallen kann. Der Nullpunkt bleibt erhalten, ein erneutes Einmessen ist nicht erforderlich. Der Winkelversatz wird ausgeglichen und es ergibt sich eine hohe Wechselgenauigkeit. Guido Frank bestätigt die Vorteile: „Mit dem zweiteiligen Schaftsystem ist der Werkzeugwechsel viel einfacher, schneller und vor allem präziser als vorher.“ „Die Kunden, bei denen AFC schon im Einsatz ist, sind begeistert. Die geben es nicht mehr her“, fügt Fitz hinzu.

„Einbauen, einstellen, läuft“

In den AWL-Linearschlitten können auch Werkzeuge anderer Hersteller eingewechselt werden. „Die Freiheit bei der Werkzeugwahl entspringt unserer Philosophie“, betont Fitz, „denn wir wollen nicht, dass Anwender sich in eine Systemabhängigkeit begeben müssen. Den größten Vorteil haben sie jedoch, wenn sie den AWL-Linearschlitten mit unserem AFC-Schnellwechselsystem kombinieren.“ Dass die Kombination von AWL und AFC bei Weisheit angenommen wird und funktioniert, schließt der Geschäftsführer auch daraus, „dass ich nichts von den Mitarbeitern höre.“ Und Guido Frank bestätigt seinen Chef darin, wenn er erzählt, „wir setzen das Werkzeugaufnahmesystem AWL zusammen mit dem Schnellwech­selsystem AFC gerne ein. Das Fazit ist immer gleich: Einbauen, einstellen, läuft.“

Bleibt noch das Thema Jaguar zu klären: Damit ein Kunststoffdeckel für den Flakon eines Parfüms der Jaguar-Serie wertiger, weil schwerer daherkommt, legt der Hersteller eine kleine Stahlscheibe hinein. Recht hat, wer vermutet, dass dieses Teil auch bei Metallbearbeitung Weisheit entsteht. Aber wie es den Thüringern gelungen ist, bei dessen Produktion pro Jahr zwei Kilometer Stahl einzusparen, das ist Stoff genug für eine andere Geschichte.

Text und Bilder auch unter www.pressearbeit.org

Über ARNO Werkzeuge

Kundennähe und Entwicklungspower

Das 1941 von Emil Arnold gegründete Unternehmen ARNO Werkzeuge Karl-Arnold GmbH ist ein innovativer Werkzeughersteller, der in dritter Generation von den Eigentümern geführt wird. Mit großer Fertigungstiefe, eigener Entwicklungskompetenz und globalen Vertriebsstrukturen entstehen hochmoderne und leistungsfähige Werkzeuge, die weltweit für die produktive Zerspanung beim Kurz- oder Langdrehen, Stechen, Drehen, Bohren oder Fräsen eingesetzt werden. Ein Spezialgebiet sind geschliffene, Hochpositive Wendeschneidplatten für anspruchsvolle Fertigungsaufgaben, bei denen ARNO die weltweit größte Programmvielfalt anbietet.

In Zusammenarbeit mit Kunden und unter Berücksichtigung ihrer Anforderungen entstehen immer wieder individuelle Werkzeuglösungen, die später zu hochgeschätzten Standards werden. Mit über 200 Mitarbeitern am Stammsitz in Ostfildern und in den sechs Niederlassungen sowie zahlreichen Vertriebsstandorten weltweit setzt das Traditionsunternehmen auf Kundennähe. Zuletzt hat ARNO rund 57 Millionen Euro Umsatz erzielt.

((Firmeninfo Ralf Weisheit GmbH))

Unabhängig seit vier Generationen
1952 hat Schlossermeister Alwin Weisheit die Firma in der DDR zur Herstellung von Drehteilen gegründet. Das Unternehmen war stets unabhängig und stellte die dafür benötigten Werkzeuge und Sondermaschinen ausschließlich selbst her. Später wurde es vom Handwerksmeister im Maschinenbau, Günther Weisheit weitergeführt. Parallel zum Ausbau der Schlosserei begann die Produktion von Drehteilen auf mechanischen Drehautomaten. Nach der Wende gründete er 1994 mit Sohn Ralf Weisheit die heutige Metallbearbeitung Ralf Weisheit GmbH, damals noch als Gbr. Die Anschaffung moderner CNC-Technik, weiteren mechanischen Drehautomaten und Nachbearbeitungsmaschinen machte den Neubau eines Produktionsgebäudes erforderlich, das bereits 1995 fertiggestellt wurde. Heute werden Drehteile für alle Branchen, wie z.B. die Fahrzeugindustrie, den Metallbau, die Elektro-, Hausgeräte- Möbel- und Fahrradindustrie produziert. Durch laufende Neuinvestitionen und die ständige Qualifizierung der 30 Mitarbeiter stellt sich das heute von Berti Weisheit in vierter Generation geführte Unternehmen den immer höher werdenden Anforderungen. Auf über 2000 qm Produktionsfläche entstehen kleine und mittlere Serien aus unterschiedlichen Materialien wie Aluminium, Messing, Rotguss, Stahl, Edelstahl und Kunststoff.

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