Hart am Wind

Offshore- und Entwicklungskompetenz: RUD Zurrlösung für den Transport von Rotorblättern.

Rund 23 Kilometer vor der Küste der niederländischen Städte Zandvoort und Noordwijk liegt der Eneco Offshore-Windpark Luchterduinen. Auf einer Gesamtfläche von 25 Quadratkilometern entstanden hier 43 moderne Windkraftanlagen. Für den Transport der 50 Meter langen Rotorblätter auf dem Errichterschiff entwickelte RUD zusammen mit Van Oord, einem globalen Spezialisten für Wasserbau, Küsteningenieurswesen und anspruchsvolle Seetransporte, eine hochindividuelle Zurrlösung.

Der Bau der Anlagen, deren Eigentümer der Energieversorger Eneco und Mitsubishi sind,  erstreckte sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren. Bereits frühzeitig wurde RUD von Van Oord in die Transportprozessplanung  der insgesamt 129 Rotorblätter einbezogen. Sie sollten in einem speziellen Stahlgestell – einem sogenannten Rack – transportiert werden, das auf der Transportfläche des Schiffes montiert ist. Dieses Rack fast 24 Rotorblätter. Für das in Deutschland gebaute, 140 Meter lange Errichterschiff „Aeolus“ war der Windpark das erste Projekt nach seiner Indienststellung. Auf jeder Einsatzfahrt sollte – neben acht Türmen und Maschinenhäusern – das voll beladene Rack transportiert werden.


Die beiden Rackhälften stellen sehr hohe und schmale Bauwerke dar, welche durch Zurrmittel stabilisiert werden sollten, um den Transportbeanspruchungen und Windlasten standzuhalten. Seitens Van Oord gab es klare Anforderungen. So sollte an jedem der 160 Krafteinleitungspunkte eine Belastbarkeit der Zurrmittel von LC = 10.000 daN (Lashing Capacity = Zurrkraft)gegeben sein. Ihre Dehnung durfte nur minimal sein, ihr Gewicht möglichst gering und auch die benötigte Manpower für das Zurren so niedrig wie möglich. 

RUD entwickelte die Lösung für diese anspruchsvolle Aufgabe gemeinsam mit den Ingenieuren von Van Oord. Im Rahmen eines zweitägigen Besuchs der Niederländer bei RUD in Aalen entstand das Engineering der kompletten Zurrung. Federführend auf Seiten von RUD war Produktspezialist Alexander Hoffmann. Im Zentrum dieser Lösung standen RUD ICE Zurrkettensysteme 10 mm der Güteklasse 12, bestehend aus Ketten, Spannelementen und Endbauteilen wie Haken und Schäkeln.

Durch die enormen Einspannlängen von über 20 m ergab sich eine weitere besondere Anforderung. Es galt einen eventuellen Durchhang der Spannmittel mit möglichst wenig Aufwand auf ein Minimum zu reduzieren. Deshalb kam eine Kombination aus dem bewährten ICE Zurrkettensystem und UHMWPE-Seilen zum Einsatz.

Das untere, 2 m lange Ende, wurde mit dem ICE-System realisiert. Bei diesem Teil des Zurrstranges findet das hauptsächliche Handling statt – Verkürzen und Spannen. Hier bietet das ICE-System besondere Vorteile. Da das 10 mm ICE System ein 13 mm System der herkömmlichen Güteklasse 8 der gleichen LC ersetzt, ist es 40% leichter. Die sehr feine, gliedweise Verkürzbarkeit in 30 mm Schritten reduziert die Zeit für das Vorspannen gegenüber anderen in Betracht gezogenen Lösungen erheblich.

Das lange Ende wurde mit UHMWPE-Seilen realisiert. Sie erfüllten die Aufgabe die Rückhaltekräfte bei geringem Gewicht und geringer Dehnung zu übertragen sicher und kostengünstig.

Die Zurrung und der Transport der Rotorblätter verliefen reibungslos. So konnte RUD mit dem Projekt einmal mehr seine enorme Entwicklungs- und Projektkompetenz gerade auch im besonders anspruchsvollen Offshore-Bereich unter Beweis stellen. Das prognostizierte jährliche Regelarbeitsvermögen des Windparks liegt nach Angaben von Eneco bei 530 GWh. Das entspricht etwa dem Jahresstromverbrauch von 135.000 Haushalten.

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