Swing im Zuckerkristallisator-Rührwerk

Die Zuckerherstellung ist eine ziemlich bewegte Sache. Zum Kristallisieren des Zuckers wird der Sirup erhitzt, um den Wassergehalt verdampfen zu lassen. Dieser Vorgang wird am besten in einem Vakuum durchgeführt, da niedrigere Prozesstemperaturen nötig sind, um das Risiko der Verfärbung (des Verbrennens) der Kristalle erheblich zu reduzieren oder ganz zu beseitigen. Während der Kristallisation entsteht ein dickflüssiger Brei, die sogenannte „Füllmasse“. Rührwerke halten diese Füllmasse in Bewegung, damit die Zuckerkristalle anwachsen können.

Ein wichtiger globaler Rohrzuckerproduzent wandte sich vor einiger Zeit mit einem ganz spezifischen Problem an Garlock. Sein Kristallisator war in einem dreistöckigen Gebäude untergebracht und umfasste eine 6,7 m lange Welle mit einem Durchmesser von 15 cm. Mit einem Stützlager an der Unterseite und einem Antriebsmotor an der Oberseite war das System so konzipiert, dass der Bereich, in dem die Welle in den Kristallisator eintrat, mit einer Stopfbuchspackung abgedichtet war. Die Stopfbuchspackung ließ aber Luft in das System eindringen, wodurch sich das Risiko des Verderbs einer Charge erhöhte. Die Stopfbuchspackung enthielt sieben PTFE Packungsringe. Das Wartungspersonal musste drei- bis viermal pro Woche auf den Kristallisator klettern, um die Packung nachzujustieren. Dies bedeutete ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für das Personal. Trotz der Nachjustierung konnte die Stopfbuchspackung nicht das erforderliche Vakuum aufrechterhalten.


Gemeinsam mit dem Kunden stellte Garlock fest, dass mithilfe einer mechanischen Dichtung das System bei einem Vakuum betrieben werden könnte. Die Welle wies jedoch einen Radialschlag von 1,25 –1,27 cm auf. Ziel musste es also sein, die richtige Dichtung zu finden, die ein Vakuum aufrechterhalten und sich mit der Welle bewegen konnte.

Die Garlock 3-D Seal stellte die perfekte Lösung dar. Die Garlock 3-D Seal bietet eine Kombination aus PS SEAL® Technologie zum Abdichten der Drehwelle ohne externe Schmierung, ein Lager mit enger Toleranz zur Aufrechterhaltung der Dichtungskonzentrizität an der Welle und einem Garlock 214 PTFE-Kompensator, damit die gesamte Dichtung sich mit der Welle „mitbewegen“ kann.

Die Dichtung wurde für die Ansprüche des Kunden so konzipiert, dass sie mit nur geringfügigen Änderungen in die Anlage eingebaut werden konnte. Mit dieser Lösung wurden die Wartungszeiten erheblich reduziert. Das Dichtungssystem läuft bis zu einem Jahr ohne jegliche Korrektur. Der Kunde kann außerdem den Vakuumdruck zuverlässig und kontinuierlich überwachen.

Über die Garlock GmbH

Garlock, Teil der Unternehmensgruppe EnPro Industries Inc., ist eines der international führenden Unternehmen im Bereich der Dichtungstechnik und gilt als Spezialist für die Abdichtung von kritischen und anspruchsvollen Medien im innovativen Maschinen- und Anlagenbau. Über 1.500 Mitarbeiter sind weltweit für das Unternehmen tätig, davon rund 240 in Europa. Darüber hinaus ist Garlock durch Vertriebspartner und Fachhändler in über 90 Ländern vertreten. Mit einem integrierten Leistungsspektrum unterstützt Garlock die unterschiedlichsten Industrien. Neben Normdichtungen entwickelt und produziert Garlock vor allem Speziallösungen für kundenspezifische Anwendungen.
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