BORG Automotive: Know-how ist Schlüssel zum Remanufacturing

Automobilteile werden immer komplexer. Für Wiederaufarbeiter stellt das eine Herausforderung dar: Sie müssen Komponenten bis ins Detail verstehen, um sie in den Neuzustand zurückversetzen zu können. Deshalb setzt BORG Automotive auf eine aktive Zusammenarbeit mit der Forschung und auf den Aufbau einer europäischen Mechatroniker-Community.

BORG Automotive beschäftigt sich seit über 40 Jahren mit der Wiederaufarbeitung gebrauchter Original-Teile. Mit seinen Anlassern, Lichtmaschinen, Klima-Kompressoren, AGR-Ventilen, Bremssätteln, Lenkungspumpen, Lenkgetrieben und Lenksäulen hat sich das dänische Unternehmen eine treue und kontinuierlich wachsende Kundschaft auch in Deutschland aufgebaut und ist zum größten unabhängigen Remanufacturer Europas aufgestiegen. Aktuell setzt es europaweit mehr als zwei Millionen wiederaufgearbeitete Ersatzteile im Jahr ab, Tendenz steigend.


Davon profitieren alle: Die Werkstatt kann aufgrund des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses günstiger kalkulieren und profitabler arbeiten. Der Autofahrer erhält ein Ersatzteil mit zwei Jahren Garantie, das nicht hinter einem neuen Originalteil zurücksteht. Und nicht zuletzt spart Remanufacturing einen Großteil der Energie und Rohstoffe, die für die Produktion eines neuen Ersatzteils notwendig wären. Remanufacturing ist praktizierter Klima- und Umweltschutz.

Steigende Komplexität erschwert Wiederaufarbeitung

Doch es gibt einen Trend, der Remanufacturern die Arbeit erschwert: Die Bauteile werden zunehmend komplexer, wie unschwer an der Anzahl elektronischer Komponenten im Automobil zu erkennen ist. Noch vor wenigen Jahren waren elektronische Feststellbremsen eine Nischenanwendung. Heute gelten sie als Standard. Ähnliches trifft auf elektronische Lenksäulen und Lenkgetriebe zu. Oder auf moderne Klimakompressoren, bei denen die Motorsteuerung die Leistung an den aktuellen Lastzustand des Fahrzeugs anpassen kann.

Know-how-Aufbau braucht Zeit

„Für Remanufacturer wie BORG Automotive ist es wichtig, solchen Entwicklungen nicht hinterherzuhinken“, erklärt Lars Hähnlein, Ländermanager DACH bei BORG Automotive. Das Problem aber: Know-how aufzubauen, braucht Personal und Zeit. Wer nicht rechtzeitig die Weichen stellt, findet sich bald in einer ungünstigen Marktposition wieder.

„Bei BORG Automotive haben wir frühzeitig erkannt, dass wir in Menschen und mechatronisches Know-how investieren müssen. Deshalb verfügen wir heute über ein Forschungs- und Entwicklungszentrum mit Spezialisten, die in der Lage sind, selbst komplexe Produkte zu analysieren und daraus einen individuellen Wiederaufarbeitungs-Prozess abzuleiten“, so Hähnlein weiter. „So sind wir etwa in der Lage, Kommunikationsprotokolle wie CAN oder FlexRay zu dekodieren – eine Grundvoraussetzung dafür, elektronisch gesteuerte Komponenten wiederaufarbeiten zu können.“

Darüber hinaus investiert BORG Automotive in Technologien. Erst kürzlich nahmen die Dänen am Remanufacturing-Standort in Polen eine eigene Kunststoff-Fertigung in Betrieb. Mit Hilfe von CAD-Modellen und 3D-Druckern entstehen hier maßgeschneiderte Klein- und Ersatzteile für die wiederaufzuarbeitenden Originalteile. Dabei beherrscht das Unternehmen den 3D-Druck im SLA-, SLS- und FDM-Verfahren. Abhängig vom jeweiligen Ersatzteil kann es also das am besten geeignete Verfahren einsetzen.

Wettbewerb für Nachwuchsforscher

Doch BORG Automotive geht noch einen Schritt weiter. Das Unternehmen versteht sich als Think-Tank. Als Schnittstelle, an der externe Forschungsinstitute auf eine lebendige Mechatroniker-Community treffen. Eng arbeitet es etwa mit europäischen Universitäten zusammen. Es rief die „Reman-Challenge“ ins Leben – einen Wettbewerb für Studierende, der 2019 erstmalig ausgetragen wurde. Hier kann der universitäre Nachwuchs zu einem vorgegebenen Thema seine Arbeiten und Analysen einreichen. In diesem Jahr lautete das Thema beispielsweise: „Mobilität und Transportwesen 2035 – welches Geschäftsmodell passt zu Remanufacturern wie BORG Automotive?“ Die jungen Forscher sollten das Mobilitätsbedürfnis der Europäer prognostizieren und ein wettbewerbsfähiges Geschäftsmodell entwickeln. Mehr als 120 Studierende nahmen teil. Der Preis ging schließlich an den Lehrstuhl für umweltgerechte Produktionstechnik in Bayreuth.

BORG Automotive bringt die Community zusammen

Darüber hinaus veranstaltete BORG Automotive vor zwei Jahren erstmals die BORG Academy – ein Event, auf dem die Mechatroniker des Unternehmens einmal im Jahr eine Woche lang in die Rolle von Coaches schlüpfen und ihren Kolleginnen und Kollegen wichtiges Fachwissen vermitteln. Und nicht zuletzt ging zur Automechanika 2018 das Mechatronics Forum von BORG Automotive an den Start. Dahinter verbirgt sich eine offene und kostenfreie Web-Plattform, ein Marktplatz für Unternehmen, Freischaffende, Studenten und Forschungseinrichtungen. „Das Mechatronics Forum ist ein idealer Ort, um gemeinsam an technischen Lösungen zu arbeiten, neue Lösungsvorschläge vorzustellen oder nach Interessenten für mechatronische Ansätze zu suchen“, erklärt Lars Hähnlein. „Wir arbeiten derzeit daran, das Forum noch breiter aufzustellen, beispielsweise mehr Universitäten für seine Nutzung zu gewinnen.“

Zumindest bei BORG Automotive sind die Weichen für die Zukunft also gestellt. Für den Aftermarket bedeutet das: Er kann sich auch in den nächsten Jahrzehnten auf Produkte des Herstellers verlassen – ganz egal, wie komplex sie auch sein mögen.

Über BORG Automotive A/S

BORG Automotive, ist ein dänischer Wiederaufarbeiter von Anlassern, Lichtmaschinen, Lenkgetrieben, Lenksäulen, Servopumpen, AGR-Ventilen, Klimakompressoren und Bremssätteln für Automobile. Der Remanufacturer arbeitet ausschließlich mit Originalteilen, die er in europäischen Fertigungsanlagen in einem streng nach Qualitätsnorm ISO 9001:2015 und Umweltnorm ISO 14001:2015 zertifizierten Prozess reinigt und instand setzt. Ein europaweites Service- und Liefernetz sorgt dafür, dass seine Produkte unter den Handelsmarken Elstock, DRI und Lucas schnell in der Werkstatt ankommen.

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