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Aus Alt mach Neu. Gebrauchte Produkte lassen sich so aufbereiten, dass sie in ihrer Nutzung neuwertigen entsprechen. Als Remanufacturing ist dieses Vorgehen ein fester Bestandteil des Kreislaufwirtschaftskonzeptes. Unter welchen Bedingungen sich die industrielle Aufbereitung für Unternehmen lohnt, beleuchtet die neue Studie „Ökologische und ökonomische Bewertung des Ressourcenaufwand zum Remanufacturing von Produkten“ des VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE).

Eingesetzte Materialien durch Kreislaufwirtschaft so lange wie möglich zu nutzen bevor sie entsorgt werden, ist erklärtes Ziel von Politik und Wirtschaft. Remanufacturing ist eine Möglichkeit dieses zu erreichen, und so Rohstoffe zu sparen. Gemeint ist die industrielle Wiederaufbereitung von Produkten bzw. deren Bauteilen, damit sie die gleiche Funktion weiterhin erfüllen können. Dieser Prozess beinhaltet meist fünf Schritte: Demontage, Reinigung, Prüfung und Diagnose sowie Remontage. Bei der Erneuerung kann sich sogar die Qualität verbessern – wenn Schwachstellen der Konstruktion durch neue Teile ersetzt werden. Aber wann ist der Aufwand ein lohnendes Geschäftsmodell?

Wirtschaftlichkeit von Remanufacturing

Für eine ökologische und ökonomische Bewertung von Remanufacturing wurde für die Studie die Aufbereitung von Wasserzählern der Firma Lorenz GmbH & Co. KG mit deren Neufertigung verglichen. Das Unternehmen arbeitet von gebrauchten Zählern aus eigener Produktion die elektronischen und die mechanischen Bauteile auf. Anschließend unterscheiden sich diese optisch und qualitativ nicht von Neuteilen. Die Fehlerquote im finalen Produkttest ist die gleiche wie bei Wasserzählern aus neuen Bauteilen. An die Kreislaufführung wurde schon in der Produktentwicklung gedacht: Die Zähler des Unternehmens sind so konstruiert, dass sie sich leicht auseinandernehmen lassen.                       

Anhand des Referenzproduktes wird in der Studie deutlich, dass die Wiederaufbereitung ein großes Potenzial hat, wenn sie systematisch aufgebaut und durchgeführt wird. „Für wirtschaftliches Remanufacturing müssen Produkte und Geschäftsmodelle grundsätzlich neu gedacht, entwickelt und umgesetzt werden“, erläutert Dr. Martin Vogt, Geschäftsführer des VDI ZRE. Dabei müssen folgende Bedingungen berücksichtigt werden: ein kreislauffähiges Produktdesign, geeignete Sammel- und Rücknahmesysteme, angepasste, innovative Geschäftsmodelle sowie weitere interne und externe Aspekte.

Eine Prüfung der genannten Bedingungen für das eigene Produkt zeigt, welche Ressourceneinsparung durch Remanufacturing das eigene Unternehmen erreichen kann. Hierfür wird in der vom VDI ZRE veröffentlichten Studie „Ökologische und ökonomische Bewertung des Ressourcenaufwand zum Remanufacturing von Produkten“ eine branchenbezogene Bewertungsmatrix aufgezeigt. Die Studie unterstützt Unternehmen bei Entscheidungen über wichtige produkt- und prozessbezogene Veränderungen. Sie steht auf der Website des VDI ZRE kostenlos zum Download zur Verfügung oder kann bestellt werden unter: https://www.ressource-deutschland.de/publikationen/studien/. Erstellt wurde die Studie im Auftrag des Bundesumweltministeriums.

Über die VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH

Die VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH (VDI ZRE) hat die Aufgabe, Informationen zu Umwelttechnologien und material- und energieeffizienten Prozessen allgemeinverständlich aufzubereiten. Ziel ist es, vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei der Steigerung ihrer Ressourceneffizienz zu unterstützen. Die Instrumente des VDI ZRE zur Bewertung und Darstellung von Ressourceneffizienzpotenzialen werden im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit erstellt. Sie sind auf der Website www.ressource-deutschland.de kostenlos zugänglich.

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