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Polymere im Alltag – vom nachhaltigen Umgang mit nützlichen Kunststoffen

Anlässlich des fünfzigsten Todestags des Chemikers Karl Ziegler lädt die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) alle Interessierten zu einem öffentlichen Symposium am 25. April 2023 nach Frankfurt am Main ein. Auf dem Programm stehen Vorträge rund um den Nobelpreisträger Karl Ziegler und seine Forschung: Es geht um die Geschichte der Polymere, ihr Nutzen, ihre Nachteile und wie ein nachhaltiges Recycling gelingen kann. Außerdem stellt Chemie-Nobelpreisträger Benjamin List mit der Organokatalyse ein weiteres spannendes Forschungsfeld Zieglers vor und der mit 50 000 Euro dotierte Karl-Ziegler-Preis wird verliehen. 

Zu seinem fünfzigsten Todestag erinnert die GDCh an Karl Ziegler und seine – bis heute aktuellen – Arbeiten. Im Rahmen eines öffentlichen Symposiums präsentieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Zieglers Leben und Forschung und zeigen, welchen unmittelbaren Einfluss seine Entdeckungen noch heute auf unser Leben haben. Dabei kommen auch aktuelle Entwicklungen wie Fragen der Nachhaltigkeit, der Kreislaufwirtschaft und des Recyclings nicht zu kurz. Als besonderes Highlight wird der Chemie-Nobelpreisträger des Jahres 2021, Professor Dr. Benjamin List vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr einen Vortrag über die Organokatalyse (d.h. eine Katalyse mit Hilfe kleiner organischer Moleküle) halten. Er erläutert, warum ein Leben ohne Katalyse undenkbar ist und wie mit Organokatalysatoren eine ressourcenschonende und nachhaltige Produktion beispielsweise von Medikamenten, Kraftstoffen und Materialien möglich ist. Durch die Veranstaltung führen der GDCh-Präsident Dr. Karsten Danielmeier und die stellvertretende GDCh-Präsidentin Katharina Uebele. 

Karl Ziegler, der 1898 geboren wurde, ist vor allem für seine Beiträge zur Entwicklung der Polymerchemie und zur Katalyse bekannt. Besonders die nach ihm und seinem italienischen Kollegen Giulio Natta benannte Ziegler-Natta-Katalyse revolutionierte die Kunststoffindustrie und trug zur Entwicklung von leichten, robusten und langlebigen Materialien bei. Gemeinsam mit Natta erhielt er dafür 1963 den Nobelpreis für Chemie. Für die GDCh hat Karl Ziegler darüber hinaus noch eine besondere Bedeutung: Er war ihr erster Präsident nach der Gründung im Jahr 1949.

Karl-Ziegler-Preis und Karl-Ziegler-Förderpreis

Im Rahmen der Veranstaltung verleiht die GDCh den Karl-Ziegler-Preis – eine der am höchsten dotierten deutschen Auszeichnungen auf dem Gebiet der Chemie – an Professorin Dr. Tanja Weil vom Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz. Der Preis wird an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen, die auf den Gebieten Karl Zieglers forschen. Tanja Weil erhält die Auszeichnung für ihre herausragenden und innovativen Arbeiten, in denen sie Polymersynthese und supramolekulare Strukturbildung kombiniert, um aktuelle biomedizinische Fragestellungen zu beantworten. Mit ihrer Forschung eröffnet sie neue Wege für verträgliche Materialien in der Biomedizin, die Regenerationsprozesse aktiv herbeiführen können. Der Karl-Ziegler-Preis ist mit 50 000 Euro und einer Goldmedaille dotiert und wird aus einer Stiftung gespeist, die Zieglers Tochter, Marianne Witte, bei der GDCh eingerichtet hat. 

Auch der wissenschaftliche Nachwuchs wird auf dem Symposium mit einer Auszeichnung bedacht: Dr. Christopher Teskey von der RWTH Aachen erhält den Karl-Ziegler-Förderpreis für sein Forschungsvorhaben, eine neue reduktive Kreuz-Olefin-Kopplungsreaktion unter Verwendung von sichtbarem Licht zu entwickeln. Der Nachwuchsgruppenleiter erhält dafür Mittel in Höhe von insgesamt 30 000 Euro, um für ein Jahr eine Postdocstelle für das Projekt zu finanzieren.  

Die Veranstaltung 

Das Karl-Ziegler-Jubiläumssymposium findet am 25. April 2023 von 9 bis 17 Uhr im Max-Buchner-Hörsaal der DECHEMA (Theodor-Heuss-Allee 25, 60486 Frankfurt am Main) statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung, die sich auch ausdrücklich an die interessierte Öffentlichkeit richtet, teilzunehmen. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung bis zum 10. April wird gebeten.

Programm und Anmeldung unter https://www.gdch.de/gdch/stiftungen/karl-ziegler-stiftung/karl-ziegler-jubilaeumssymposium.html  

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 30 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. Treuhänderisch verwaltet die GDCh zahlreiche unselbstständige Stiftungen. Zweck dieser Stiftungen ist die Vergabe von Preisen, Förderpreisen und Stipendien. Stiftungsbeiräte entscheiden über die Vergabe der Preise, Auszeichnungen und Stipendien. Mit 50 000 Euro ist der Karl-Ziegler-Preis neben dem Klaus-Grohe-Preis und dem Otto-Hahn-Preis der höchstdotierte Preis der GDCh. Er wurde erstmals 1998 aus Geldern der Karl-Ziegler-Stiftung vergeben, und zwar an Gerhard Ertl, den Nobelpreisträger von 2007.

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