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Twitch: Streamen bis die Leitung glüht

Was als Streaming-Plattform für E-Sports- und Gaming-Content begann, ist mittlerweile neben YouTube die beliebteste Plattform für das Streamen von Inhalten unterschiedlichster Art. Doch was macht Twitch so besonders, dass Amazon bereits 2014 920 Millionen US-Dollar für die Plattform zahlte? SpardaSurfSafe, eine Initiative der Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank Baden-Württemberg geht diesen Fragen auf den Grund.

Der Konsum von Medieninhalten über das Internet nimmt immer mehr zu. Neben YouTube ist besonders der Streaming-Dienst Twitch mit 30 Millionen Besuchern pro Tag bei vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen beliebt. Gegründet wurde der Dienst bereits 2011 als Plattform für das Streaming von E-Sports und Gaming-Content. Mittlerweile gibt es auch Inhalte zu anderen Kategorien wie „Create“ oder „Just Chatting“, was Twitch für Zuschauer außerhalb der Gaming Community interessant gemacht hat. Insgesamt besuchen heute rund 30 Millionen Menschen die Webseite pro Tag.

Der Erfolg machte auch die großen Tech-Unternehmen auf den Streaming-Dienst aufmerksam. Nachdem sich Google bereits 2006 YouTube, die bekannteste Video-Plattform, gesichert hatte und damit Erfolge feierte, verwundert es nicht, dass auch Twitch einen potenten Käufer fand. 2014 erwarb Amazon das Unternehmen für 970 Millionen US-Dollar und integrierte es teilweise in sein Prime-Abo-Modell. So konnten Prime-Kunden einige kostenpflichtige Funktionen von Twitch nutzen, ohne extra dafür zahlen zu müssen.

Natürlich kommt Twitch mit seinen 30 Millionen täglichen Besuchern nicht an YouTube heran, das weit über eine Milliarde Besucher am Tag hat. Aber das liegt auch einfach an den unterschiedlichen Konzepten. „Während Twitch auf Live-Streams spezialisiert ist, bietet YouTube jegliche Art von Video-Content an“, erklärt Götz Schartner vom Verein Sicherheit im Internet e.V., einem der Mitveranstalter von SpardaSurfSafe. Außerdem fällt bei genauerer Betrachtung auf, dass viele der Funktionen, die Twitch interessant machen, kostenpflichtig sind, wie etwa die Live-Chats. Auch wenn die Grundfunktionen gratis sind, schränkt das den Nutzerkreis natürlich ebenfalls ein.

Neben den verschiedenen Inhalten gibt es jedoch noch andere Unterschiede zwischen den beiden Plattformen. Während ein Streamer oder Content Creator bei YouTube die kleinen Vorschaubilder, genannt Thumbnails, nach seinen Wünschen gestalten kann, ist das bei Twitch nicht möglich. Die Möglichkeit, potenzielle Zuschauer so zu beeinflussen, ist also nicht gegeben. Ein weiterer Unterschied liegt in den Inhaltsrichtlinien. So ist YouTube dafür bekannt, etwas lockerer damit umzugehen, welche Inhalte auf der Plattform hochgeladen werden. Auch bei den Themengebieten gibt es so gut wie keine Einschränkungen. Bei Twitch hingegen wird das Regelwerk sehr ernst genommen und es ist schon häufiger vorgekommen, dass ein Streamer wegen vermeintlich unpassender Inhalte gesperrt wurde.

Diejenigen, die selbst darüber nachdenken, einen Streaming-Kanal aufzubauen, sollten sich außerdem darüber bewusst sein, dass Twitch sich vorrangig auf bereits bekannte Content Creator fokussiert. Neulinge mit noch wenigen Inhalten und Followern haben es daher schwer, sich gegen den Algorithmus durchzusetzen, der die Zugpferde des Dienstes immer an oberster Stelle listet. Im Gegensatz dazu ist der Suchalgorithmus bei YouTube fairer, der Start für Einsteiger hier somit einfacher. Das beeinflusst natürlich auch die Möglichkeit, Geld auf der Plattform zu verdienen. Zwar gibt es sowohl auf YouTube als auch auf Twitch Werbung, Sponsoren-, Spenden- und Affiliate-Programme, dennoch machen Werbeeinnahmen auf Twitch nur einen kleinen Teil des Einkommens aus. Dafür können Streamer zusätzlich Abonnements für ihre Kanäle verkaufen und zusätzliche Einnahmen über Twitch Bits generieren.

Twitch Bits sind eine Art interne Währung auf der Plattform – die man natürlich erstmal mit echtem Geld erwerben muss. Zuschauer können Streamer, die sie besonders gut finden, unterstützen und Twitch Bits auf deren Konto überweisen. Sie können sich damit aber auch Zusatzfunktionen oder besondere Emojis kaufen. Außerdem gibt es die Möglichkeit zu ‚Cheeren‘. Dabei wird eine spezielle Nachricht mit animierten Emojis im Live-Chat verschickt und gleichzeitig eine ‚Spende‘ an den Streamer überwiesen.

Kanal-Abonnements sind eine weitere Möglichkeit, Geld über Twitch zu verdienen. Streams sind für die Zuschauer zwar grundsätzlich kostenlos, will man aber einem bestimmten Streamer folgen und sich an den Live-Chats beteiligen, muss ein Abonnement abgeschlossen werden. Beim jeweils für einen Monat gültigen Abo kann zwischen verschiedenen Modellen mit unterschiedlichem Funktionsumfang gewählt werden, die Preise liegen zwischen 3,99 Euro und 19,99 Euro.

Wer nun denkt, dass es leicht wäre, über Twitch Geld zu verdienen, täuscht sich leider. Im Gegenteil: Die Plattform macht es Streamern sogar relativ schwer, da sie eine Partnerschaft mit Twitch eingehen müssen, um ihren Content zu monetarisieren – und dafür müssen sie viel Zeit investieren. Grundvoraussetzung ist nämlich, dass sie auf ihrem Kanal an 12 verschiedenen Tagen live gestreamt haben. Dabei müssen im Schnitt mindestens 75 Zuschauer anwesend sein. „Es muss also bereits eine gewisse Fanbase vorhanden sein, bis man überhaupt darüber nachdenken kann, über Twitch Geld zu verdienen. Die muss man erst einmal aufbauen und das gelingt nur einem kleinen Bruchteil: Im Durchschnitt ist von 150 Streamern nur einer mit Twitch verpartnert und kann Geld verdienen“, erläutert Schartner. Wer also auf eine Karriere wie die der deutschen Top-Streamer MontanaBlack oder Trymacs hofft, wird feststellen, dass das gar nicht so einfach ist und viel Zeit und Arbeit erfordert.

Weitere Informationen zum Thema Twitch sowie zu vielen weiteren Themen finden sich auch auf der Webseite von SpardaSurfSafe unter https://www.spardasurfsafe-bw.de.

Über die 8com GmbH & Co. KG

Über SpardaSurfSafe – eine Initiative der Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank Baden-Württemberg

Veranstalter und Träger von SpardaSurfSafe ist die Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank Baden-Württemberg, die gemeinsam mit dem Kultusministerium Baden-Württemberg, dem Verein Sicherheit im Internet e. V. und dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg das Großprojekt im achten Jahr durchführt. In Kooperation mit den IT-Sicherheitsexperten der 8com GmbH & Co. KG wurde ein Konzept entwickelt, das die Schüler im Rahmen des Unterrichts im Umgang mit den Neuen Medien aufklärt. „SpardaSurfSafe ist für uns ein Herzensprojekt, das wir mittlerweile in 32 verschiedenen Städten in Baden-Württemberg durchgeführt haben. Rund 450.000 Teilnehmer konnten seit dem Start von dem Programm profitieren. Dafür bekommen wir durchweg positives Feedback von den Teilnehmern, ob Schüler, Eltern oder Lehrer“, erklärt Martin Hettich, Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank Baden-Württemberg.

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