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Wenn KI die Arbeitswelt verändert

Künstliche Intelligenz (KI) trägt in Unternehmen zu Effizienzsteigerung und Qualitätsverbesserung bei. Ihre Einführung verändert Arbeitsprozesse, Entscheidungsstrukturen und die Anforderungen an die Beschäftigten. Das wirkt sich nicht nur auf die Tätigkeit der Mitarbeitenden, sondern auch auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz aus. Im neuen Whitepaper „Künstliche Intelligenz im Unternehmen – Herausforderungen und Chancen für den Arbeits- und Gesundheitsschutz“ beleuchten Experten und Expertinnen von TÜV Rheinland, wie KI die Arbeitswelt beeinflusst und welche Potenziale und Risiken sie für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz mit sich bringt.

KI kann unterstützen, der Mensch bleibt in der Verantwortung

Automatisierungen und Assistenzsysteme helfen etwa dabei, körperliche Belastungen oder ungesunde Haltungen zu verringern. Dadurch können aber auch neue Risiken entstehen, indem sich zum Beispiel Entscheidungsspielräume verändern: Die Flexibilität von Pausen oder Bewegungsphasen kann im Zweifel nicht mehr flexibel eingelegt werden, da der Arbeitsrhythmus durch das System vorgegeben wird. Dies könnte dazu führen, dass Mitarbeitende länger in statischen Positionen verharren oder sich weniger bewegen, was wiederum zu körperlichen Beschwerden führen kann. Technische Störungen bis hin zu einem Cyberangriff können die Arbeitssituation beeinflussen. „Wird KI an einem Arbeitsplatz eingeführt, sollten Unternehmen die Gefährdungsbeurteilung anpassen. KI darf zum Beispiel nicht dazu führen, dass die Arbeitsintensität steigt, weil die nie ermüdende KI den Takt vorgibt“, erklärt Dr. Ludwig Brands, Sicherheitsexperte bei TÜV Rheinland. Für eine sichere und gesundheitsbewusste Arbeitsgestaltung mit KI müsse der Mensch weiterhin im Mittelpunkt stehen.

Kompetenz der Beschäftigten stärken

Die Arbeit mit KI erfordert von den Beschäftigten auf allen Hierarchieebenen neue Kompetenzen. Den Rahmen und die Regeln für den Einsatz der Technologie gibt in der Regel die Unternehmensstrategie vor. Darüber hinaus ist die Qualifizierung der Beschäftigten durch Trainings, E-Learnings und Lernplattformen für die erfolgreiche Einführung und den Einsatz von KI entscheidend. „Qualifizierung allein reicht bei der Einführung von KI nicht aus. Innerhalb der Teams sind geschützte Räume wichtig, in denen Beschäftigte gemeinsam mit KI experimentieren und lernen können. Eine offene Fehlerkultur und erste kleine Projekte tragen dazu bei, Ängste abzubauen und Sicherheit zu gewinnen. Dabei ist es wichtig, gerade Mitarbeitende einzubinden, die der KI skeptisch gegenüberstehen“, betont Iris Dohmen, die als Psychologin bei TÜV Rheinland Unternehmen und Organisationen unter anderem bei der Einführung von KI aus psychologischer Perspektive unterstützt.

Unterstützung durch KI am Arbeitsplatz: Zwischen Be- und Entlastung

Die Veränderungen der Arbeit durch KI können für Beschäftigte positive und negative Folgen haben: Während der Wegfall von langweiligen Routineaufgaben als Verbesserung wahrgenommen werden kann, kann beispielsweise die Vorauswahl von Informationen als Einschränkung der eigenen Kompetenzen empfunden werden. Zudem kann der Einsatz von KI die Kommunikation und Interaktion im Team verändern. „Die durch den Einsatz von KI modernisierten Arbeitsabläufe können bei Mitarbeitenden unterschiedliche Reaktionen auslösen. Die einen lieben die neue Herausforderung, für andere ist die Transformation belastend. Die Einführung von KI als eine mögliche Herausforderung sollten Unternehmen bei der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen berücksichtigen“, so Dohmen.

Cyberattacken: Risikofaktor im Arbeits- und Gesundheitsschutz

Unternehmen sind durch die Digitalisierung und die immer weiter verbreitete Nutzung von KI auf die Sicherheit ihrer IT-Systeme angewiesen. Cyberangriffe beeinflussen nicht nur die Technik, sie können auch die Sicherheit und die Gesundheit der Beschäftigten auf vielfältige Weise beeinflussen. Werden IT-Systeme durch einen Cyberangriff verändert oder müssen abgeschaltet werden, kann das dazu führen, dass beispielsweise Maschinen, Automatiktüren, Schleusen und Sicherheitssysteme nicht oder nur eingeschränkt funktionieren. „Für Beschäftigte bedeutet ein Ausfall der IT-Systeme, dass sich gewohnte Arbeitsabläufe verändern. Vielleicht müssen auch bisher technisch unterstützte Arbeiten auf ungewohnte Art ausgeführt werden und es kommt zu körperlichen Belastungen. Dadurch steigt das Risiko für Unfälle und Gesundheitsgefährdungen“, sagt Dr. Wiete Schramm, Arbeitsmedizinerin bei TÜV Rheinland. Auch diese Risiken müssen bei einer zeitgemäßen Gefährdungsbeurteilung erfasst werden.

Umfassende Informationen über das Angebot zum Arbeits- und Gesundheitsschutz von TÜV Rheinland erhalten Unternehmen und Beschäftigte unter: www.tuv.com/amd

Über TÜV Rheinland Arbeitsmedizinische Dienste

Die TÜV Rheinland Arbeitsmedizinischen Dienste (AMD) betreiben als Tochterunternehmen der TÜV Rheinland Group bundesweit arbeitsmedizinische Zentren und beraten Betriebe hinsichtlich Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Rund 840 Fachärzt:innen, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Psycholog:innen, Arbeitsmedizinische Assistent:innen, Gesundheitsmanager:innen und Berater:innen setzen sich dafür ein, Risiken und Gefahrenpotenziale in Unternehmen zu verringern und die physische wie psychische Gesundheit zu schützen. Damit gehören die AMD zu einem der größten Anbieter für arbeitssicherheits- bzw. arbeitsmedizinische Dienstleistungen in Deutschland. Ging es beim Arbeitsschutz lange nur um die technische Vermeidung von Arbeitsunfällen, so kümmern sich die AMD heute zunehmend um die ganzheitliche Prävention und Gesundheitsvorsorge. 

Über TÜV Rheinland

Die Welt zu einem sicheren Ort machen – und das seit mehr als 150 Jahren: Dafür steht TÜV Rheinland als einer der weltweit führenden Prüfdienstleister mit einem Jahresumsatz von mehr als 2,7 Milliarden Euro und 27.000 Mitarbeitenden in gut 50 Ländern. Die hoch qualifizierten Expertinnen und Experten prüfen technische Anlagen und Produkte, begleiten Innovationen und gestalten den Wandel zu mehr Nachhaltigkeit mit. Sie trainieren Menschen in zahlreichen Berufen und zertifizieren Managementsysteme nach internationalen Standards. Mit besonderer Expertise in Mobilität, Energieversorgung, Infrastruktur und vielen weiteren Bereichen sichert TÜV Rheinland unabhängig Qualität, insbesondere bei innovativen Technologien wie grünem Wasserstoff, künstlicher Intelligenz oder automatisiertem Fahren – und ermöglicht so eine sichere und lebenswerte Zukunft. Seit 2006 ist TÜV Rheinland Mitglied im Global Compact der Vereinten Nationen für mehr Nachhaltigkeit und gegen Korruption. Hauptsitz des Unternehmens ist Köln, Deutschland. Website: www.tuv.com

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