Im Gespräch mit Carina Mitzschke, Redakteurin it security, erläutert Monner, warum Transparenz, Datenhoheit und operativer Betrieb für IT-Entscheider zunehmend entscheidender werden.
Carina Mitzschke: Herr Monner, Sie sind nun seit 100 Tagen CEO von Open Systems. Welche erste Bilanz ziehen Sie, und was waren die wichtigsten Meilensteine in dieser Anfangsphase?
Dennis Monner: Die ersten 100 Tage waren eine Umsetzungsphase. Open Systems ist ein rund 100-Millionen-US-Dollar-Unternehmen, das nicht neu erfunden werden muss, sondern eines, dessen Profil und Positionierung wir schärfen müssen. Ganz praktisch bedeutet das, Entscheidungswege verkürzen, Verantwortlichkeiten klarstellen und die Nähe zu unseren Kunden intensivieren. Meine Aufgabe ist es, unsere Stärken noch sichtbarer zu machen und konsequent in nachhaltiges Wachstum zu übersetzen.
Sie kamen mit dem Ziel ins Unternehmen, nachhaltiges Wachstum und Marktnähe zu stärken. Welche Marktsegmente und Partnerschaften stehen dabei im Fokus?
Dennis Monner: Wir konzentrieren uns vor allem auf: regulierte Branchen, kritische Infrastrukturen und globale Organisationen mit hohen Anforderungen an Verfügbarkeit, Compliance und Betriebssicherheit. Unsere größten Kunden betreiben Umgebungen mit bis zu 60.000 Mitarbeitenden weltweit. In dieser Größenordnung geht es weniger um einzelne Features. Entscheidend sind vielmehr Zuverlässigkeit, Transparenz und ob sich Sicherheit langfristig stabil betreiben lässt.
Das Label „Swiss Made Software“ ist eine der ersten großen Auszeichnungen unter Ihrer Führung. Was bedeutet das Label konkret für Open Systems und seine Kunden?
Dennis Monner: Das Label ist kein Marketing-Preis, sondern ein überprüfbarer Nachweis realer Wertschöpfung. Es bestätigt, dass der wesentliche Teil unserer Entwicklungs- und Produktionsleistung in der Schweiz stattfindet und dass Open Systems hier rechtlich und operativ verankert ist. Für unsere Kunden bedeutet das ganz konkret: Volle Schweizer Datenhoheit und keine verdeckten Abhängigkeiten von fremden Rechtsräumen. In Zeiten geopolitischer Unsicherheit ist diese Klarheit ein echtes Entscheidungskriterium bei der Suche nach zuverlässigen Partnern.
Welche konkreten Kriterien musste Open Systems erfüllen, um das Label zu erhalten, und wie aufwendig war der Zertifizierungsprozess?
Dennis Monner: Die Anforderungen sind klar messbar. Mindestens 60 Prozent der relevanten Entwicklungs- und Herstellungskosten müssen in der Schweiz anfallen, und der zentrale Teil der Wertschöpfung, insbesondere Entwicklung und Qualitätssicherung, muss ebenfalls hier stattfinden. Zudem muss das Unternehmen seinen Sitz in der Schweiz haben.
Der Zertifizierungsprozess ist anspruchsvoll, keine Frage. Für uns war er aber dennoch keine große Herausforderung, weil er exakt das abbildet, was wir ohnehin schon seit Jahren umsetzen.
Inwiefern unterscheidet sich das Swiss Made Software Label von anderen Qualitätssiegeln oder Zertifizierungen in der Cybersecurity-Branche?
Dennis Monner: Viele Labels oder Zertifizierungen bewerten einzelne Aspekte wie Prozesse oder technische Controls. Swiss Made Software geht einen anderen Weg. Es geht um überprüfbare Wertschöpfung in der Schweiz, klare Verantwortung und volle Transparenz. In der Cybersecurity ist das entscheidend. Kunden wollen nicht nur wissen, ob eine Lösung zertifiziert ist, sondern wo sie entwickelt wird, wem sie gehört und unter welchen rechtlichen Rahmenbedingungen sie betrieben wird. Genau diese Fragen beantwortet das Label sehr klar.
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