Presseartikel mit Niveau – Einfach gut!

Digitales Betriebssystem für Landwirte überzeugt Jury

Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Preis der IHK Heilbronn-Franken „Jugend macht Zukunft“ ist auf dem Zukunftswiesensummit in Ilshofen vergeben worden. Der erste Preis ging an Lenn Hoffmann und Jonas Nolte für ihr digitales Landwirtschaftsprojekt „FarmerOS“.

Das Interesse am diesjährigen IHK-Preis „Jugend macht Zukunft“ war groß.  50 Projekte von Schülerinnen und Schülern, Auszubildenden und Start-ups hatten sich um den mit insgesamt 30.000 Euro dotierten IHK-Preis zu den Themen Innovation, Wirtschaft und Digitalisierung beworben. Zehn von Ihnen schafften es in die Endrunde und hatten beim Pitch vor 400 Zuschauern auf dem Zukunftswiesensummit in Ilshofen jeweils drei Minuten Zeit, für ihre Ideen zu kämpfen und die hochkarätig besetzte Jury um IHK-Präsidentin Kirsten Hirschmann und „Höhle der Löwen“-Ikone Dr. Georg Kofler zu überzeugen.

Am besten gelang das Lenn Hoffmann und Jonas Nolte, die mit ihrem Projekt „FarmerOS“ den ersten Platz belegten und ein Preisgeld von 13.000 Euro mit nach Hause nehmen konnten. Die beiden Gründer automatisieren mit ihrem digitalen Betriebssystem bereits heute zentrale Abläufe wie Bestell- und Rechnungsprozesse in landwirtschaftlichen Betrieben. Dadurch fällt ein Großteil der anfallenden Büroarbeit weg. Jury-Mitglied Kofler sah darin so etwas wie „SAP für die Bauernhöfe“. „FarmerOS“ wird bereits von ersten Betrieben  genutzt. Auch der Landesbauernverband in Baden-Württemberg e. V. (LBV) mit rund 30.000 Mitgliedshöfen konnte als Partner gewonnen werden.

Platz zwei und 8.000 Euro erhielt das Projekt „BeAFox“ von den Gründern Selina Fuchs und Alexandru Tapelea. Mit ihrem Projekt sollen junge Menschen an das Thema Finanzen herangeführt werden. „,BeAFox‘ ist das erste ganzheitliche Finanzbildungs-Ökosystem.  Finanzielle Kompetenzen werden weder in der Schule noch in Ausbildung oder Studium systematisch vermittelt, obwohl junge Menschen immer früher eigenständige finanzielle Entscheidungen treffen müssen. Wir schließen eine strukturelle Bildungslücke“, erläutert Gründer Alexandru Tapelea. Innerhalb von sechs Monaten wurde die App über 10.000-mal heruntergeladen, es bereits gibt 2.000 aktive Nutzerinnen und Nutzer.

Platz drei und 5.000 Euro Preisgeld gingen an das Projekt „Intelligent Link“ von David Keitel. Der Auszubildende von ebm-papst hat eine universelle Software entwickelt, mit der verschiedene Maschinen und technische Systeme an einem Ort programmiert, gesteuert und überwacht werden können – auch wenn die Bauteile von unterschiedlichen Herstellern kommen. „Heute ist das oft kompliziert. Für verschiedene Geräte braucht man verschiedene Programme, und man muss sich in viele Systeme einarbeiten. So eine Lösung für alles gibt es bisher praktisch nicht“, so der Azubi.

Mit einem Sonderpreis in Höhe von 4.000 Euro honorierte die Jury das Projekt „blind Sonar“ der beiden Gründer Ferdinand Horn und Julian Schenker. Sie haben ein sensorbasiertes Stirnband entwickelt, das blinden Menschen 360 Grad-Umgebungswahrnehmung durch haptisches Feedback ermöglicht. „In ein komfortables textiles Stirnband sind eine flexible Platine und mehrere Sensoren integriert. Diese scannen die Umgebung kontinuierlich in alle Richtungen und übersetzen räumliche Daten in lokalisierte Vibrationsmuster rund um den Kopf – so können Blinde ihre Umgebung räumlich fühlen“, erklärt Entwickler Ferdinand Horn. Dadurch wären Blinde künftig nicht mehr auf einen Blindenstock oder einen Blindenhund angewiesen.

Überreicht wurden die Preisgelder von IHK-Präsidentin Kirsten Hirschmann und IHK-Hauptgeschäftsführerin Elke Döring. Die Jurymitglieder zeigten sich begeistert vom Niveau der vorgestellten Projekte. „Die Projekte sind großartig. Es ist toll, mit wie viel Elan und Begeisterung die jungen Menschen ihre Ideen vorantreiben“, sagte Dr. Georg Kofler. „Ich bin beeindruckt von der Ideenvielfalt und Kreativität der Pitcher. Jedes Projekt hätte einen Preis verdient“, meinte Elke Döring. IHK-Präsidentin Kirsten Hirschmann nannte den IHK-Preis „Jugend macht Zukunft“, der bereits zum zweiten Mal verliehen wurde, eine Herzensangelegenheit: „Wir wollen zeigen, was in den jungen Menschen steckt und ihnen mit ihren Projekten und Ideen eine Stimme geben. Der IHK-Preis zeigt eindrucksvoll, dass sich Schülerinnen und Schüler, Studierende und Auszubildende aktiv in die Gestaltung ihrer Zukunft einbringen. Sie machen uns Mut in aktuell nicht ganz einfachen Zeiten.“

Info: Die Jurymitglieder des IHK-Preises „Jugend macht Zukunft:  IHK-Präsidentin Kirsten Hirschmann, IHK-Hauptgeschäftsführerin Elke Döring, Dr. Walter Döring, Landwirtschaftsminister und stv. Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg a.D., Gründer der Akademie Deutscher Weltmarktführer, Isabel Grupp-Kofler, Geschäftsführerin Plastromayer GmbH sowie Dr. Georg Kofler, Gründer ProSieben, Kabel eins, N24.

Mehr Informationen zum Preis und zu den einzelnen Projekten gibt es bei uns auf der Webseite www.ihk.de/heilbronn-franken

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