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Das Verteilnetz ist mit aktuellem PV-Ausbau nicht überlastet

Bringt die Erzeugung dezentraler PV-Anlagen die Verteilnetze bereits an ihre Belastungsgrenze? Der Verdacht droht den PV-Ausbau zu bremsen, doch nach Messung von E3/DC ist er de facto unbegründet: Über das Pfingstwochenende 2026 wurden Spannungswerte an 110.000 bundesweit verteilten Kundenanschlüssen (PV-Anlagen über 10 kWp von E3/DC) erfasst. Sie zeigen, dass es auch in Regionen mit sehr hoher Anlagendichte nicht zu Überlastungen der Ortsnetze und auch nicht zu maßgeblichen Abschaltungen der Erzeugungsanlagen kommt. E3/DC hat die Auswertung und ihre Ergebnisse in einem Whitepaper veröffentlicht.

Das Pfingstwochenende mit viel Sonnenschein und wenig Stromverbrauch ist ein beliebter Anlass für spekulative Meldungen: Vor den Feiertagen gibt es viel über drohende Netzüberlastungen zu lesen (Stichwort: Hellbrise), eine konkrete Auswertung ist aber bisher nicht erfolgt. In der Öffentlichkeit entsteht so der Eindruck, die Netze könnten ohne massiven (und teuren) Ausbau kaum noch weitere regenerative Erzeugungsleistung aufnehmen. Für Photovoltaik in der Niederspannung, also für sogenannte Kleinanlagen bis 30 kWp mit Überschuss-Einspeisung, gilt das aber nicht – das ist das Kernergebnis der umfassenden Datenauswertung von E3/DC, die auch die anderen Erzeuger aller Anbieter im Ortsnetz berücksichtigt.

Die Eignung der Niederspannungsnetze für weiteren PV-Ausbau habe E3/DC nicht über Modellannahmen, sondern mit einer groß angelegten Messkampagne bewertet, betont Nicolas Bartholomäus, Energy Systems Engineer bei E3/DC: „Wir wollten einerseits den aktuellen Zustand an besonders strahlungsintensiven Tagen darstellen, andererseits aber auch aufzeigen, wie die Aufnahmekapazität der Netze einfach und konsequent erweitert werden kann.“

110.000 der größeren Hauskraftwerke lieferten bundesweit Daten

Jedes Hauskraftwerk von E3/DC misst am Netzanschlusspunkt einen für den Netzzustand entscheidenden Wert: die Spannung. E3/DC hat über das Pfingstwochenende hinweg bei 110.000 Kundenanlagen Werte gesammelt und ausgewertet. „Die Situation ist vollständig beherrschbar, bei über 80 Prozent der Hausanschlüsse gab es noch größere Spannungsreserven, weitere 18,4 Prozent erreichen den Bereich zwischen 243 und 253 Volt und nur 0,15 Prozent schalteten zeitweise sauber und unkritisch im Sinne der Norm ab“, berichtet Bartholomäus.

Damit liegen wertvolle Daten vor allem aus Netzgebieten vor, die den Schluss zulassen, dass die Ortsnetze durch PV-Kleinanlagen auch in Ausnahmesituationen nicht überlastet sind. Auch wird die gebäudeorientierte Photovoltaik (gemäß der Spannung) dem Anspruch gerecht, dass dieser Strom tatsächlich im Verteilnetz bleibt und im jahreszeitlichen Gang auch komplett dort verbraucht wird. „Nach Ansicht von E3/DC sollten die Einspeisungen der Kleinanlagen bis 30 kWp wie bisher weiter nicht direktvermarktet werden, weil die umliegenden Nachbarn in keiner Weise anders günstig physikalisch versorgt werden können“, sagt Dr. Andreas Piepenbrink, CEO von E3/DC. Die aktuelle Höhe der Einspeisevergütung sei sinnhaft gewählt und diene einem flächendeckenden Ausbau moderner Gebäude mit entsprechendem Auftrag zur lokalen Versorgung.

„Physikalisch betrachtet ist Energy Sharing bereits im Ortsnetz vorhanden, die aktuellen Pläne in Richtung Direktvermarktung können für Kleinanlagen teure Bürokratie bedeuten. Der abrupte Wegfall der Einspeisevergütung sollte im Bundestag nicht beschlossen werden“, so Piepenbrink.

Im Whitepaper stellt E3/DC konkrete Handlungsempfehlungen zur Steuerbarkeit der Einspeisung und zu deren weiterer Glättung vor.

Über E3/DC

E3/DC ist eine Marke der HagerEnergy GmbH und Teil von Hager. Das Unternehmen wurde 2010 in Osnabrück gegründet. Heute ist E3/DC als Wechselrichterhersteller in Deutschland Marktführer für die netzgekoppelte solare Ersatzstromversorgung. Die von E3/DC entwickelte intelligente Speichertechnologie und die Ladesysteme für Elektrofahrzeuge sorgen beim Einsatz in Privat- und Gewerbeimmobilien für höchste Autarkiegrade und Einsparungen. 2024 wurde E3/DC zum vierten Mal in Folge von Deutsche Standards als "Marke des Jahrhunderts" ausgezeichnet, 2023 zudem als "Best of German Industry". Eine von EuPD Research (Bonn) durchgeführte unabhängige Installateurs-Befragung ergab für das Unternehmen auch 2026 wieder einen sehr hohen Weiterempfehlungswert. In einer Kundenzufriedenheitsanalyse des Instituts erreichte E3/DC für 2026 die Gesamtnote "sehr gut". Das nach ISO 9001 zertifizierte Unternehmen beschäftigt über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten Osnabrück, Göttingen und Wetter (Ruhr).

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