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Shadowboards und Werkzeugeinlagen: 5S, Lean Production und visuelle Ordnung im Werkzeugmanagement

Werkzeug suchen, fehlendes Equipment ersetzen oder Arbeitsplätze immer wieder neu organisieren: Was nach kleinen Unterbrechungen aussieht, kann sich in Produktion, Montage und Instandhaltung zu einem relevanten Effizienzverlust summieren. Shadowboards und passgenaue Werkzeugeinlagen setzen genau hier an. Sie machen Ordnung sichtbar, standardisieren die Werkzeugbereitstellung und unterstützen Unternehmen dabei, 5S und Lean Management dauerhaft im Arbeitsalltag zu verankern.

Von Ordnung zu Prozessstabilität: Warum Werkzeugmanagement ein Lean-Thema ist
Lean Production verfolgt das Ziel, Prozesse auf das Wesentliche zu konzentrieren und Verschwendung zu vermeiden. Dabei geht es nicht ausschließlich um große Optimierungsprojekte. Auch unnötige Suchzeiten, zusätzliche Wege, unklare Ablagen, beschädigte Werkzeuge oder fehlende Betriebsmittel können einen Prozess verlangsamen.

Gerade am Arbeitsplatz zeigt sich, wie konsequent Lean Management umgesetzt wird. Ein Werkzeug liegt nicht irgendwo, sondern hat einen definierten Platz. Mitarbeitende erkennen auf einen Blick, welche Werkzeuge vorhanden sind und welche fehlen. Nach der Nutzung wird das Werkzeug wieder dort abgelegt, wo es hingehört. Diese einfache Logik ist ein wichtiger Baustein für standardisierte Arbeitsabläufe.

Shadowboards übersetzen dieses Prinzip in eine visuelle Lösung. Die Kontur oder Aufnahme eines Werkzeugs ist eindeutig vorgegeben. Durch einen kontrastreichen Untergrund entsteht ein Schattenbild. Ist die Aufnahme leer, fällt dies unmittelbar auf. Damit wird aus der allgemeinen Vorgabe, Werkzeuge ordentlich abzulegen, ein sichtbarer Standard direkt am Arbeitsplatz.

5S als Grundlage für sichtbare Ordnung
Shadowboards passen besonders gut zur 5S-Methode. Die fünf Schritte Sortieren, Systematisieren, Säubern, Standardisieren und Selbstdisziplin beziehungsweise das Aufrechterhalten der Standards verfolgen das Ziel, Arbeitsplätze übersichtlich, effizient und dauerhaft organisiert zu gestalten.

Beim Sortieren wird zunächst entschieden, welche Werkzeuge am jeweiligen Arbeitsplatz tatsächlich benötigt werden. Nicht benötigte Gegenstände werden entfernt. Anschließend erhalten die relevanten Werkzeuge feste und logisch angeordnete Plätze. Ein Shadowboard oder eine passgenaue Werkzeugeinlage macht diese Anordnung sichtbar und unterstützt damit das Systematisieren und Standardisieren.

Der entscheidende Vorteil: Der Zustand eines Arbeitsplatzes muss nicht erst durch eine Kontrolle bewertet werden. Die Abweichung ist sichtbar. Fehlt beispielsweise ein Schraubenschlüssel, bleibt eine entsprechende Kontur frei. Das erleichtert die tägliche Kontrolle und kann dazu beitragen, Werkzeugverluste frühzeitig zu erkennen.

Damit wird 5S von einer einmaligen Aufräumaktion zu einem Bestandteil des täglichen Arbeitsprozesses. Voraussetzung ist, dass die Anordnung gemeinsam mit den tatsächlichen Anwendern entwickelt und regelmäßig überprüft wird. Ein Shadowboard ist besonders wirksam, wenn es den realen Arbeitsablauf unterstützt und nicht nur gut aussieht.

Suchzeiten reduzieren und Arbeitsabläufe unterstützen
Ein wesentlicher Ansatzpunkt von Shadowboards ist die Reduzierung von Suchzeiten. Muss ein Mitarbeiter für einen Arbeitsschritt mehrere Schubladen durchsuchen oder Kollegen fragen, wo sich ein bestimmtes Werkzeug befindet, entsteht unnötiger Zeitaufwand.

Eine eindeutige Werkzeuganordnung reduziert diese Suche. Werkzeuge werden dort bereitgestellt, wo sie gebraucht werden, und ihre Position ist definiert. Das unterstützt kurze Wege und einen gleichmäßigeren Arbeitsablauf. Besonders relevant ist dies an Montagearbeitsplätzen, in Werkstätten, bei der Instandhaltung, in der Qualitätssicherung oder bei mobilen Serviceeinheiten.

Dabei sollte nicht nur die Anzahl der Werkzeuge betrachtet werden. Auch die Häufigkeit ihrer Verwendung, die Reihenfolge eines Arbeitsablaufs und die ergonomische Erreichbarkeit spielen eine Rolle. Häufig benötigte Werkzeuge sollten schnell erreichbar sein. Selten benötigte Werkzeuge können weiter entfernt oder in einem anderen Bereich aufbewahrt werden. Die Gestaltung des Shadowboards wird damit selbst zu einem kleinen Element der Prozessoptimierung.

Passgenaue Werkzeugeinlagen für unterschiedliche Anforderungen
Eine Werkzeugwand ist nicht für jede Anwendung die optimale Lösung. In Schubladen, Werkzeugschränken oder Werkstattwagen bieten passgenaue Hartschaumeinlagen eine Alternative. Jedes Werkzeug erhält eine exakt auf seine Form abgestimmte Aufnahme.

BeeWaTec bietet hierfür individuell gefertigte Werkzeugeinlagen und Shadowboard-Lösungen an. Die Hartschaumeinlagen sind ölbeständig, formstabil und mit einer robusten, abwaschbaren Oberfläche ausgestattet. Je nach Anwendung stehen unterschiedliche Schaumstofftypen und Ausführungen zur Verfügung. Dazu gehören 2D- und 3D-Lösungen, verschiedene Farbkombinationen sowie ESD-Ausführungen für Anwendungen, bei denen elektrostatische Entladungen berücksichtigt werden müssen.

Die farbliche Gestaltung erfüllt nicht nur einen optischen Zweck. Eine schwarze Decklage in Kombination mit einer farbigen Unterschicht sorgt dafür, dass Werkzeugkonturen deutlich hervortreten. Fehlt ein Werkzeug, wird die Abweichung schneller erkannt. Gleichzeitig entsteht eine klare visuelle Struktur innerhalb von Schubladen und Werkzeugablagen.

Für mobile Anwendungen bietet BeeWaTec auch Kommissionier-Tablare an. Sie ermöglichen es, Werkzeuge strukturiert bereitzustellen und gemeinsam mit den benötigten Arbeitsmitteln zu transportieren. Damit lässt sich das Prinzip der sichtbaren Ordnung auch bei wechselnden Einsatzorten nutzen.

Vom Werkzeugbestand zum individuellen Layout
Eine Herausforderung bei der Einführung von Shadowboards ist die Erfassung der vorhandenen Werkzeuge. Bei wenigen Werkzeugen kann ein Layout einfach erstellt werden. Bei umfangreichen Schubladenbestückungen oder mehreren Arbeitsplätzen wird die Aufgabe deutlich komplexer.

BeeWaTec bietet unterschiedliche Möglichkeiten, Werkzeugbestände zu erfassen und daraus individuelle Layouts zu entwickeln. Für größere Projekte kann ein Scanner-Terminal eingesetzt werden, mit dem beispielsweise komplette Schubladenbestückungen erfasst werden. Für kleinere Anwendungen steht ein kompakter Scanner zur Verfügung. Zusätzlich können Werkzeuglayouts über einen Online-Designer geplant werden. Bereits hinterlegte Werkzeuge lassen sich auswählen und in ein Layout übernehmen.

Der Vorteil eines solchen strukturierten Prozesses liegt in der Wiederholbarkeit. Statt jede Einlage manuell auszumessen und zu zeichnen, entsteht aus der Werkzeugerfassung ein digital planbarer Datensatz. Das erleichtert die Umsetzung bei mehreren Arbeitsplätzen und unterstützt eine einheitliche Standardisierung.

Auch Veränderungen sollten von Beginn an berücksichtigt werden. Werkzeuge werden ersetzt, neue Varianten kommen hinzu oder Arbeitsprozesse ändern sich. Ein gutes Werkzeugmanagement muss deshalb nicht nur den aktuellen Zustand abbilden, sondern sich an zukünftige Veränderungen anpassen lassen.

Shadowboards als Bestandteil eines ganzheitlichen Lean-Arbeitsplatzes
Die größte Wirkung entsteht, wenn ein Shadowboard nicht isoliert betrachtet wird. Ein effizienter Arbeitsplatz besteht aus dem Zusammenspiel verschiedener Elemente: ergonomische Arbeitshöhe, kurze Wege, definierte Materialbereitstellung, übersichtliche Ablagen, eindeutige Kennzeichnungen und standardisierte Arbeitsabläufe.

Ein Shadowboard kann zwar Ordnung schaffen, aber keinen schlecht gestalteten Prozess kompensieren. Wenn ein Werkzeug regelmäßig benötigt wird, aber außerhalb der ergonomisch sinnvollen Reichweite liegt, bleibt Verbesserungspotenzial bestehen. Ebenso wenig ist es sinnvoll, Werkzeuge aufwendig zu organisieren, die im Prozess gar nicht benötigt werden.

Deshalb sollte die Einführung eines Shadowboards idealerweise mit einer Betrachtung des tatsächlichen Arbeitsablaufs beginnen. Welche Werkzeuge werden verwendet? In welcher Reihenfolge? Wie häufig? Wo entstehen Suchzeiten oder unnötige Bewegungen? Welche Werkzeuge müssen gemeinsam transportiert werden? Aus diesen Antworten ergibt sich eine sinnvolle Anordnung.

Für Unternehmen bedeutet das: 5S ist nicht nur eine Frage von Sauberkeit und Ordnung, sondern eine Methode zur Gestaltung stabiler Prozesse. Shadowboards können dabei ein einfaches, aber wirkungsvolles Hilfsmittel sein, um Standards sichtbar und im täglichen Arbeitsablauf überprüfbar zu machen.

Sichtbare Ordnung mit messbarem Nutzen
Shadowboards und Werkzeugeinlagen sind keine komplexe Automatisierungstechnologie. Gerade darin liegt ihre Stärke. Sie greifen an einer alltäglichen Schnittstelle des Produktionsprozesses an und machen eine häufig unterschätzte Form der Verschwendung sichtbar: das Suchen, Sortieren und erneute Organisieren von Werkzeugen.

Richtig eingesetzt unterstützen sie 5S, Lean Production und standardisierte Arbeitsabläufe. Sie können Suchzeiten reduzieren, Werkzeugverluste schneller sichtbar machen, die sichere Aufbewahrung verbessern und einen übersichtlicheren Arbeitsplatz schaffen. Gleichzeitig erleichtern sie die tägliche Kontrolle und schaffen eine visuelle Grundlage für kontinuierliche Verbesserungen.

BeeWaTec verbindet diese Werkzeugorganisation mit seinem Lean-Baukasten für Produktion und Logistik. Von der individuellen Werkzeugeinlage über Schattenbildfolien und Kommissionier-Tablare bis zur Erfassung und Planung der Werkzeuglayouts stehen unterschiedliche Bausteine zur Verfügung. So kann die Lösung an den jeweiligen Arbeitsplatz, den Werkzeugbestand und den konkreten Prozess angepasst werden.

Damit wird aus einer einfachen Werkzeugablage ein Bestandteil eines systematischen Lean-Arbeitsplatzes: sichtbar, standardisiert und auf den tatsächlichen Arbeitsprozess ausgerichtet.

Über die BeeWaTec AG

Die BeeWaTec Gruppe, mit Stammsitz im schwäbischen Pfullingen, ist mit einem flexiblen und innovativen Produktportfolio rund um Lean Manufacturing und Industrie 4.0 international vernetzt und verfügt über Tochtergesellschaften und Niederlassungen in Ungarn, Rumänien, Tschechien, Polen, Österreich und in der Schweiz. Mit seinem innovativen Baukastensystem für die schlanke Fertigung ist BeeWaTec einer der führenden Anbieter im deutschen Markt und konnte seine internationale Marktposition bei Lean- und Materialflusskomponenten kontinuierlich ausbauen. Hier bietet BeeWaTec zum Beispiel Produktions-Arbeitsplätze, Werkstatt-, Labor- und Lager-Ausrüstungen, Kommissioniersysteme, Intralogistik und fahrerlose Transportmittel.

Weitere Informationen unter www.beewatec.de

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