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36. „Bossard Expert Talk“: MultiMaterial-Welding in der Automobilindustrie

Zum zweiten Mal war Christian Busch beim Podcast von Bossard Deutschland zu Gast, zum zweiten Mal wurde es richtig spannend, denn: In dieser Folge berichtet der ausgewiesene Experte in Sachen „Ultraschallschweißen“, wie MultiMaterial-Welding neue Möglichkeiten für die intelligente Verbindung unterschiedlicher Werkstoffe eröffnet und damit zu leistungsfähigeren und wirtschaftlicheren Produkten in der Automobilindustrie beiträgt.

Von oben nach unten, von unten nach oben, von vorne nach hinten und umgekehrt, schließlich von der einen Seite auf die andere: Zusammen mit den Podcast-Moderatoren beleuchtet Christian Busch all die Plätze und Möglichkeiten innerhalb eines Autos, wo die MM-Welding®-Technologie nicht nur innerhalb von Sekundenbruchteilen für präzise, sichere und starke Verbindungen sorgt, sondern auch dabei hilft, dass die einzelnen Bau- und Ausstattungsteile die Ansprüche an Dichtigkeit, Dämmung, Handlichkeit und nicht zuletzt an die Ästhetik zu erfüllen. 

LiteWWeight® Lotus: Ein Konzept für das Auto-Interieur  

Wie verbinde ich Materialien, die nur schwer miteinander zu verbinden sind? Wie befestige ich Bauteile wie Scharniere oder Klappen an Sandwichsstrukturen, die wenig „Halt“ bieten? Nach einer kurzen Einführung in das „Ultraschallschweißen“ und die Wirkungsweise von MultiMaterial-Welding widmet sich der Experte dem Verbindungskonzept LiteWWeight® Lotus, das überall dort seine Vorteile ausspielt, wo Bauteile aus faserigen Komponenten bzw. gewebten oder nicht gewebten Textilstrukturen bestehen – sei es Bodenverkleidung, Dachhimmel, Hitzeschild oder Radlaufschale. 

Gerade beim Dachhimmel, auch Headliner genannt, ist neben Dämmung und Schallreduktion die Ästhetik entscheidend. „Unter dem Himmel verlaufen viele Kabel und wird reichlich Technologie „versteckt“. Da wäre es kontraproduktiv und geradezu unsinnig, wenn man im planen Dachhimmel die Verbindungselemente sehen würde“, so Christian Busch.  

LiteWWeight® Lotus Abalone für den Fahrzeugteppich  

So kennt man es: Im Fahrzeugteppich wird eine Zweikomponenten-Clip-Lösung integriert, an der wiederum die Fußmatte befestigt wird. Das heißt, es gibt insgesamt drei separate Teile, die zusammengedrückt bzw. aneinander geclipst werden. Mit LiteWWeight® Lotus Abalone werden im Vergleich zu bisherigen Systemen die Anzahl der Teile halbiert, während Festigkeit und Langlebigkeit zunehmen. 

Mit viel Humor führt Christian Busch den u.a. Vorteil ins Feld, dass kein Vorloch erforderlich ist und es daher kein Risiko gibt, dass Flüssigkeit durch das Loch im Teppich austritt oder durch die Bohrung in den Teppichboden eindringt: „Aus den USA, wo man gerne im Auto aus großen Pappbechern trinkt, wissen wir durch etliche Berichte, dass auch mal was um- bzw. ausgeschüttet wird und dann die Flüssigkeit durch das ausgeleierte Loch in der Fußmatte unter den Fahrzeugteppich läuft, der dann zu modern beginnt. Das ist mit unserer Lösung ausgeschlossen.“ 

LiteWWeight® zEPP und ARPRO (Storopak) in Crashpads 

Nicht nur textile Faserstoffe, sondern ebenfalls EPP-Schaum sind das Material, in dem MultiMaterial-Welding zum Einsatz kommt. Ein funktionierendes Aufprallenergiemanagement mit Crashpads, die durch die Energieabsorption bei struktureller Festigkeit und sehr geringem Gewicht, chemische Beständigkeit und mehr punkten – hier haben laut Christian Busch die beiden Unternehmen Storopak und Bossard erfolgreich zusammengefunden. Sie haben ein neues, automatisiertes Anlagenkonzept entwickelt und etabliert, welches die Anforderungen von automobilen Serienteilen an optimierte Prozesse samt Reduzierung von Zeit und Kosten in der Produktion erfüllt. 

Vorgaben des Corporate Designs  

„Im Auto muss man sich wohlfühlen. Deshalb sieht man im Innenraum nirgends ein offensichtliches Merkmal eines Verbindungselements“, betont Christian Busch einen besonderen Aspekt, der mit strengen Corporate Design-Vorgaben der verschiedenen Hersteller nochmals potenziert wird.  

Dabei wird nichts dem Zufall bzw. dem bloßen Auge überlassen und werden spezielle Prüfungen in Räumen mit speziellem Licht gemacht, damit es keinerlei Abweichungen von den jeweiligen Farbabstufungen des Corporate Designs gibt. „Es ist das Spannungsfeld, einerseits auf Bewährtes zurückzugreifen und andererseits sich mit unverkennbarere Individualität vom Wettbewerber abzuheben, die auch das Design von Verbindungselementen so spannend macht.“  

MultiMaterial-Welding, das Klebestoffe ablöst, Prototypenbau, Funktionalisierung, Sortenreinheit und Recycling, die nächsten Innovationen mit vielen neuen Möglichkeiten und nicht zuletzt das Dreieck „Material-Befestiger-Prozess“, das zusammenspielen muss: Es gibt noch viele Themen, die in dieser Podcast-Folge besprochen werden, welche auch dank der mitreißenden und dabei stets hochinformativen Erzählweise von Christian Busch wie im Fluge vergeht – und mit einem Fazit endet: Die nächste Folge mit MultiMaterial-Welding und Christian Busch kommt bestimmt. 

Direkt zur Podcast-Folge „MultiMaterial-Welding >> https://open.spotify.com/episode/4xZzxCaJksX0eRzeCjGOzL   

Mehr Informationen zum Bossard Expert Talk plus Links zu allen Folgen >>  https://www.bossard.com/de-de/ueber-uns/bossard-deutschland/bossard-expert-talk/  

MultiMaterial-Welding bei Bossard >> https://www.bossard.com/de-de/produktloesungen/produktkategorien-und-marken/schweisstechnik/mm-welding/

Über die Bossard Deutschland GmbH

Die Bossard Gruppe ist eine führende strategische Partnerin für industrielle Verbindungs- und Montagelösungen für OEM-Kundinnen weltweit und verfügt über ausgewiesene Kompetenz in Engineering- und Logistikdienstleistungen.

Bossard wurde 1831 in Zug gegründet. Heute zählen lokale und multinationale Unternehmen auf Bossards Kompetenz, um ihre Produktivität zu steigern – mit Erfolg. Dieses Konzept, das auch ein Versprechen an ihre Kundinnen ist, nennt Bossard Proven Productivity. Dazu gehört unter anderem die Optimierung von Prozessen und die Reduktion von Lagerbeständen, um die Effizienz und Produktivität nachhaltig zu steigern. Zudem gilt Bossard beim Aufbau intelligenter Produktionsstätten im Sinne von Industrie 4.0 als Pionierin.

Mit rund 3’300 Mitarbeitenden in weltweit 33 Ländern erzielte die Bossard Gruppe im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 1’068,9 Mio. CHF. Bossard ist an der SIX Swiss Exchange kotiert.

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