Als Datenpanne zählt der Bericht einen Vorfall mit bestätigtem Abfluss von Daten an Unbefugte.
Wann eine bekannte Schwachstelle nach den Verizon-Zahlen tatsächlich geschlossen wird
Nur 26 Prozent der kritischen Schwachstellen aus dem Katalog der US-Behörde CISA (Cybersecurity and Infrastructure Security Agency) wurden 2025 laut Verizon vollständig behoben, nach 38 Prozent im Jahr zuvor. Die mittlere Zeit bis zur Behebung stieg auf 43 Tage, fast zwei Wochen mehr als die 32 Tage des Vorjahres. Vorfälle mit Beteiligung Dritter, etwa Dienstleister oder eingekaufte Software, nahmen laut dem Bericht um 60 Prozent zu und machen inzwischen 48 Prozent aller Fälle aus.
„Wenn der häufigste Einbruchsweg eine bekannte Lücke ist, die im Schnitt 43 Tage offen steht, entscheidet sich Sicherheit nicht am Netzwerkrand, sondern bei der Frage, ob fehlerhafter Code überhaupt in die Software gelangt. Ein Prüfschritt, der jede Änderung des KI-Assistenten vor dem Einspielen kontrolliert, setzt genau dort an. Die spätere Prüfung im Betrieb ersetzt er nicht, er entlastet sie“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Warum Quellcode die häufigste Datenart ist, die an externe KI-Dienste abfließt
Der Bericht beschreibt auch den KI-Alltag. 45 Prozent der Beschäftigten nutzen laut Verizon regelmäßig KI-Dienste auf Firmengeräten, nach 15 Prozent im Vorjahr; die häufigste Datenart, die dabei an externe Modelle ging, war mit großem Abstand Quellcode. Die Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA) empfiehlt in ihrer Stellungnahme vom 7. Juli 2026, defensive KI-Werkzeuge in den Entwicklungszyklus einzubinden und KI-Abläufe mit menschlicher Freigabe zu koppeln. Welche Sicherheitslücken in KI-generiertem Code typischerweise auftreten, beschreibt ein Beitrag im Blog der Provimedia GmbH.
Welche vier Prüfungen der MCP Chainguard Server vor jedem Einspielen ausführt
MCP Chainguard läuft als quelloffener Server neben Claude Code, Cursor oder anderen KI-Assistenten und prüft deren Änderungen, bevor sie in ein Projekt gelangen:
- Syntaxprüfung für fünf Sprachen, darunter JavaScript, TypeScript und Python, nach jeder Dateiänderung
- Verfolgung des vereinbarten Arbeitsbereichs, damit keine Datei außerhalb des Auftrags angefasst wird
- Abgleich mit dem echten Datenbankschema statt mit erratenen Tabellennamen
- Aufruf von Web-Routen direkt aus der KI-Sitzung, einschließlich Anmeldung
Verizon sammelt die Fälle für die nächste Ausgabe bis Ende Oktober 2026; der Bericht 2027 erscheint erfahrungsgemäß im Frühjahr 2027. Bis dahin bleibt die Frage, welche Änderungen der KI-Assistenten ungeprüft in Produktion gehen, für Entwicklungsteams die messbare Stellschraube.
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