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Intelligente Montagelinie für Elektrofahrzeuge: Qualität, Traceability und Compliance durch zentrale Steuerung dank Kopf-PC

Die Herausforderung

Für einen führenden Automobilhersteller galt es, eine komplexe Montagelinie für Steuergeräte von Elektrofahrzeugen zu realisieren. Die Anforderung war klar: Zehn Montage- und Prüfarbeitsplätze sollten zentral gesteuert werden, dabei musste eine eindeutige Identifikation aller Baugruppen gewährleistet sein und die vollständige Rückverfolgbarkeit aller Prozessschritte dokumentiert werden – alles unter Einhaltung strenger regulatorischer Vorgaben.

Die ROTH-Lösung: Zentrale Intelligenz für dezentrale Prozesse

Im Kern der Lösung steht ein Kopf-PC, der als zentrale Steuereinheit fungiert. Er koordiniert alle zehn Stationen, die auf Basis von Siemens S7-1500 Steuerungen realisiert wurden. Die Kommunikation erfolgt über eine TCP/IP-basierte, telegrammorientierte Schnittstelle – bewusst plattformunabhängig ausgelegt, sodass auch andere SPS-Systeme angebunden werden können.

Besonderheit: Der Kopf-PC ist nicht nur Steuereinheit, sondern auch Drehscheibe für Datenflüsse. Prozessdaten, Statusinformationen und Prüfergebnisse werden in Echtzeit erfasst, verarbeitet und zentral dokumentiert. Zusätzlich zu direkter Telegramm-Kommunikation werden Daten über Datei- und FTP-Schnittstellen integriert – externe Prüfstände, Messsysteme und Spezialanlagen lassen sich problemlos anbinden.

Intelligente Prüfung auf mehreren Ebenen

Das System führt eine mehrstufige Verbau-Prüfung durch: Zunächst prüft der Kopf-PC intern, ob Bauteiltyp, Montagezustand und dokumentierte Prozessschritte plausibel sind. Parallel erfolgt eine externe Verifikation über eine API-Schnittstelle zum kundeneigenen Dokumentationssystem – dieses prüft, ob das Bauteil für die konkrete Baugruppe freigegeben ist. Erst wenn alle Bedingungen erfüllt sind, wird die Baugruppe freigegeben und verlässt die Linie als IO-Teil (in Ordnung).

Flexible Prozessgestaltung für Produktvarianten

Ein Kernkonzept der Lösung ist die prozessorientierte Modellierung: Die Systemlogik basiert nicht auf fester Produktstruktur, sondern auf frei konfigurierbaren Prozessschritten. Montage-, Prüf- und Dokumentationsschritte lassen sich flexibel definieren und kombinieren – neue Produktvarianten können integriert werden, ohne die Softwarestruktur zu verändern.

Eindeutige Identifikation durch Barcode und RFID

Werkstückträger verfügen über eindeutige Identifikationsmerkmale (Barcode oder RFID-Chip). Dies ermöglicht robuste Prozessführung auch bei Pufferstrecken oder variablen Bearbeitungszeiten – jede Baugruppe wird eindeutig identifiziert und alle Prozess- und Prüfdaten korrekt zugeordnet.

Sicherheit durch Berechtigungssystem

Ein chipbasiertes Berechtigungssystem steuert Bedienerzugriffe. Mitarbeiter authentifizieren sich an den Arbeitsstationen, wodurch Rollen, Qualifikationen und Prozessfreigaben eindeutig dokumentiert werden.

Das Ergebnis

Eine zukunftssichere, modular aufgebaute Lösung, die komplexe Montageprozesse flexibel steuert, hohe Qualitäts- und Dokumentationsanforderungen erfüllt und regulierte Produktionsumgebungen zuverlässig unterstützt. Für den Kunden bedeutet das: maximale Prozesssicherheit, lückenlose Traceability und volle Compliance – aus einer Hand.

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