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KI unterstützt die Qualitätskontrolle komplex gemusterter Textilien

Komplex gemusterte Textilien stellen die Qualitätskontrolle vor besondere Herausforderungen. Wiederkehrende Muster, feine Farbverläufe und aufwendige Gewebestrukturen erschweren die zuverlässige Erkennung von Fehlern. Genau hier setzt das Forschungsprojekt KoMuTex an, das die Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e. V. (GFaI) gemeinsam mit dem Sächsischen Textilforschungsinstitut e. V. (STFI) durchführt.

Das Projekt „KoMuTex – ML-basierte Qualitätssicherung komplex gemusterter Textilien im Webwarenbereich“ wird im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) über den Projektträger DLR gefördert. Die Fördersumme beträgt 274.938,49 Euro. Das Vorhaben läuft vom 1. November 2025 bis zum 30. April 2028 und wird von Miriam Schneider, Co-Bereichsleitung Bildverarbeitung und Industrielle Anwendungen (BIVA) geleitet.

Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines teilautomatisierten Assistenzsystems für die Qualitätskontrolle von Webwaren. Hierfür entstehen sowohl ein Aufnahmedemonstrator für ein Warenschaugestell als auch eine KI-basierte Softwarelösung, die Fehler in komplex gemusterten Textilien erkennen kann.

Bislang erfolgt die Qualitätskontrolle häufig manuell durch geschulte Mitarbeitende, die die über ein Warenschaugestell laufenden Stoffbahnen visuell prüfen. Gerade bei komplexen Musterstrukturen ist diese Aufgabe anspruchsvoll und zeitintensiv. KoMuTex soll diesen Prozess unterstützen, indem potenzielle Fehlerstellen automatisch erkannt und hervorgehoben werden.

„Komplex gemusterte Textilien stellen hohe Anforderungen an die Qualitätskontrolle. Mit KoMuTex entwickeln wir ein Assistenzsystem, das Mitarbeitende gezielt unterstützt und Fehler auch in anspruchsvollen Musterstrukturen zuverlässig sichtbar macht“, erklärt Miriam Schneider.

Mit dem Projekt adressieren die Partner insbesondere die mittelständisch geprägte deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie. Ziel ist es, den Aufwand für die Qualitätskontrolle zu reduzieren und gleichzeitig eine hohe Produktqualität sicherzustellen.

Die starke Praxisorientierung des Projekts wird durch einen projektbegleitenden Ausschuss mit insgesamt 14 Unternehmen sichergestellt. Besonders bemerkenswert ist der hohe Anteil kleiner und mittlerer Unternehmen: 11 der 14 beteiligten Unternehmen sind KMU. Vertreten sind unter anderem Webereien, Bekleidungshersteller, Softwareentwickler sowie Start-ups aus dem Textilbereich.

KoMuTex leistet damit einen Beitrag zur Digitalisierung der Qualitätskontrolle und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Textilindustrie.

Mehr Infos unter https://www.gfai.de/…

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