Diagnose: konstant mangelhaft mit schlechter Zukunftsperspektive
Schon seit Jahren zeichnet der Baurechtsreport ein besorgniserregendes Bild vom Zustand der sicherheitsrelevanten Gebäudetechnik. Allein der Blick auf die Ausgaben seit 2021, also den Prüfungszeitraum der letzten fünf Jahre seit 2020, belegt eine kontinuierliche Zunahme wesentlicher Mängel: Ihr Anteil stieg von 26,1 % im Prüfjahr 2020 (Baurechtsreport 2021) auf 26,9 % im Prüfjahr 2024. Besonders auffällig ist jedoch der sprunghafte Anstieg der festgestellten Mängel im aktuellen Report für das Prüfjahr 2025. Hier lag die Mängelquote mit 35,9 % auf einem neuen Rekordniveau. Zwar zeigen die geringfügigen Mängel ein deutlich konstanteres Niveau, mit einer Quote von 37,2 % geben aber auch sie keinen Anlass zur Freude. Selbst die Beobachtung, dass die geringfügigen Mängel im Vergleich zum Vorjahr um knapp 7 % abgenommen haben, erklärt sich auf den zweiten Blick nur dadurch, dass aus geringfügigen über den Zeitraum eines Jahres wesentliche Mängel geworden sind. Damit ist bereits absehbar, wie sich die Quoten in den kommenden Jahren entwickeln könnten, wenn nicht aktiv damit begonnen wird, bereits geringfügige Mängel zu vermeiden und vorhandene Mängel schnellstmöglich abzustellen.
Vielfältiges Mängelbild mit schwerwiegenden Risiken
Die vom Baurechtsreport dokumentierten Mängel betreffen grundsätzlich alle Bereiche der Gebäudetechnik. Brandmeldeanlagen, Alarmierungsanlagen, Sicherheitsstromversorgung, Sicherheitsbeleuchtung, Lüftungsanlagen, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, Feuerlöschanlagen, CO-Warnanlagen: Jeder Bereich für sich stellt im Extremfall eine Bedrohung dar, zusammengenommen hat diese das Potenzial für schwerwiegende Schadensereignisse. So können fehlerhafte Melder und Probleme bei der Alarmweiterleitung oder eine grundsätzlich unzureichende Alarmierung durch fehlende Abdeckung oder Funktions- oder Verständlichkeitsprobleme bereits aus einem kleinen Brandereignis durch unangemessene oder verzögerte Reaktion leicht einen Großbrand entstehen lassen.
Komplexe Ursachenlage für ein unbestreitbares Problem
Die Gründe für die zweifellos besorgniserregende Entwicklung sind vielfältig: Alterung der Gebäudetechnik und Instandhaltungsdefizite, zunehmende Komplexität der Gebäudetechnik, Fachkräftemangel bei Planung, Ausführung und Betrieb, Kosten- und Zeitdruck bei Bauprojekten, Sanierungsstau bei öffentlichen und gewerblichen Gebäuden und nicht zuletzt strengere Prüfungen und höhere Anforderungen summieren sich zu einem Lagebild, das zur Sorge berechtigt. Dabei müssen Mängel, zum Beispiel an einer Brandschutzanlage, nicht erst zu einem schwerwiegenden Ereignis führen: Katastrophen wie der Brand am Düsseldorfer Flughafen in 1996, dessen Ausmaß nicht zuletzt durch schwerwiegende Sicherheitsmängel bestimmt wurde, werfen zwar Schlaglichter auf das Thema, die alltäglichen Folgen durch kleinere technische Mängel, verlängerte Reaktionszeiten und daraus resultierenden Sach- oder Personenschaden sind allein wirtschaftlich in ihrer Summe jedoch nicht weniger relevant.
UDS Beratung: Die beste Prävention ist Qualifikation
Seit 2009 schult, berät und betreut UDS Beratung Ingenieure, Fach- bzw. Elektroplaner, Facherrichter der Sicherheitstechnik sowie Sicherheitsdienstleister rund um Planung, Errichtung, Wartung und Instandhaltung von Anlagen der Gebäudetechnik im Bereich Brandschutz und Sicherheit sowie in der Vorbereitung auf die Zertifizierung für verschiedene relevante Normen.
Das breit gefächerte UDS-Schulungsprogramm bildet alle Bereiche ab, in denen der Baurechtsreport Mängel diagnostiziert. Damit unterstützt UDS Beratung eine zielführende Strategie, die bereits das Entstehen von Mängeln durch qualifizierte Planung und fachgerechte Errichtung verhindert. Auch wenn der Baurechtsreport dies nicht in konkreten Zahlen dokumentiert, ist aufgrund der Art der festgestellten Mängel davon auszugehen, dass ein bedeutender Teil als systemisch anzusehen ist. Mängel an Schnittstellen sowie fehlende oder unvollständige Dokumentation entstehen zum Beispiel nicht erst im Betrieb, sondern sind Folge von Fehlern in Planung und Errichtung. Regelmäßige qualifizierte Schulung kann helfen, dies zu verhindern. Wo Mängel durch Alterung und Verschleiß entstehen, ist es Aufgabe regelmäßiger Wartung und Instandhaltung, sie frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Auch hier stehen Fach- und Sachkunde der verantwortlichen Personen im Mittelpunkt jeder erfolgversprechenden Strategie zur Senkung der Mängelquote.
Gerade technischer Fortschritt und zunehmende Komplexität sowie die volatile Entwicklung geltender Vorschriften fordern von Verantwortlichen ein Höchstmaß an Engagement, um dauerhaft auf dem Laufenden zu bleiben und neue Aufgaben, Fehler und Mängel ebenso frühzeitig zu erkennen, wie Chancen zur allgemeinen Erhöhung der Sicherheit, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit von Anlagen und Systemen. Das aktuelle Schulungsangebot von UDS Beratung umfasst deshalb neben Grundlagen Veranstaltungen zu neuen Technologien und wird regelmäßig in Bezug auf die Novellierung von Normen überarbeitet.
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