Datenbank wertet die größten Fahrzeugrückrufe des Jahres 2019 aus

Eine exklusive Auswertung der Rückrufzahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) durch die GEPA mbH bringt es an den Tag: Nimmt man die durch die Fahrzeughersteller in deutsche Werkstätten einbestellten Fahrzeuge zum Maßstab, haben die heimischen Hersteller das Geschehen bestimmt. Die fünf größten Rückrufaktionen hierzulande wurden dreimal von BMW, sowie je einmal von VW und Ford durchgeführt. Die mit Hilfe der "recallDB", der Rückrufdatenbank der GEPA mbH, erstellte Teilbilanz für 2019 ergibt folgendes Bild:
  1. BMW 5er und 6er (273.698 Exemplare der Baujahre 2002 bis 2010): "Fehlerhafte Kabelklemme am Übergabestützpunkt bedingt möglicherweise einen Stromausfall und ggf. Brandgefahr."
  2. BMW 1er, 3er und X1 (148.052 Exemplare der Baujahre 2009 bis 2011): "Fehler in Steckverbindung der Batterieplusleitung kann zum Ausfall der Fahrzeugelektrik und des Motors führen."
  3. Ford Galaxy, S-Max und Mondeo (101.319 Exemplare der Baujahre 2014 bis 2019): "Motorbrand infolge Säureaustritts am Batteriepol."
  4. BMW 5er und X5 (95.239 Exemplare der Baujahre 2000 bis 2004): "Der Fahrerairbag wird überprüft und ggf. ersetzt."
  5. VW T6 (86.741 Exemplare der Baujahre 2014 bis 2017): "Konformitätsabweichung führt zur Überschreitung des Euro-6-Grenzwertes für Stickoxide."

Anmerkung: Die Liste enthält nur vom KBA überwachte Rückrufe.

Anderes Bild bei den globalen Top5: Im Ranking der größten Aktionen glänzen die deutschen Hersteller mit Abwesenheit. Folgende Liste enthält jene fünf Rückrufe, für die das KBA 2019 weltweit die größten Stückzahlen ausgewiesen hat:


  1. Cadillac Escalade, Chevrolet Silverado LD, Suburban und Tahoe, sowie GMC Sierra LD, Yukon und Yukon XL (3,71 Mio. Exemplare der Baujahre 2014 bis 2018, davon 465 in Deutschland): "Vakuumverlust im pneumatischen Bremskraftverstärker kann zum Ausfall der Bremskraftunterstützung führen."
  2. Honda Accord, City, Civic, CR-V, Element, FR-V, Insight, Jazz, Legend, Odyssey, Pilot und Stream (3 Mio. Exemplare der Baujahre 2001 bis 2015, davon 40.156 in Deutschland): "Fehler im Gasgenerator der Airbags kann bei Airbagauslösung zu unkontrollierter Entfaltung und zum Lösen von Metallfragmenten führen, die die Insassen verletzen können."
  3. Toyota Auris, Prius (2,52 Mio. Exemplare der Baujahre 2008 bis 2014, davon 32.000 in Deutschland): "Durch einen Software-Fehler wird das Fail-Safe/Notlaufprogramm des Hybridantriebs ggf. nicht aktiviert, wodurch es zu einem Ausfall des Antriebs kommen kann."
  4. Honda Accord, City, Civic, CR-V, Jazz, Insight, Pilot und TSX (2,4 Mio. Exemplare der Baujahre 2010 bis 2015, davon 63.474 in Deutschland): "Fehler im Gasgenerator des Beifahrerairbags führt bei Auslösung zu unkontrollierter Entfaltung und zum Lösen von Metallfragmenten, die die Insassen verletzen können."
  5. Subaru Forester, Impreza, WRX STI und XV (2,27 Mio. Exemplare der Baujahre 2007 bis 2017, davon 18.973 in Deutschland): "Kontaktprobleme am Bremslichtschalter führen zum Ausfall der Bremsleuchten."

Anmerkung: Die Liste enthält nur Rückrufe mit Relevanz für den deutschen Markt. Auf anderen Märkten – insbesondere Nordamerika – können größere Rückrufe durchgeführt worden sein.

Über GEPA mbH

Die 1970 in München gegründete GEPA GmbH (Gesellschaft für Prozessautomation und Datenverarbeitung) bietet seit 48 Jahren intelligente Lösungen in Mess- und Regeltechnik für die Industrie – mit dem Qualitätssiegel „Made in Germany“.

Dazu gehören kundenspezifische Entwicklungen von Hard- und Software, Smarte Sensorik und Big Data Analytics.

Die maßgeschneiderten Lösungen der GEPA für die Predictive Maintenance (vorausschauende Wartung) und Zustandsüberwachung erhöhen Anlagenverfügbarkeit, die Produkt-/ Prozessqualität und verbessern die Planung von Service- und Wartungszyklen.

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