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Neue ARASENS-Studiendaten bestätigen gute Verträglichkeit von Darolutamid plus ADT und Docetaxel ohne Beeinträchtigung der Lebensqualität von mHSPC-Patienten

Bayer hat neue Ergebnisse der Phase-III-ARASENS-Studie zur Bewertung der Lebensqualität (LQ) und patientenrelevanter Endpunkte für Darolutamid plus Androgendeprivationstherapie (ADT) und Docetaxel bei Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakrebs (mHSPC) präsentiert. Die Datenzeigen, dass Darolutamid nicht nur das Gesamtüberleben (OS) der Patienten mit mHSPC verlängert. Darolutamid hat darüber hinaus ein vorteilhaftes Verträglichkeitsprofil und hält krankheitsbedingte körperliche Symptome und Schmerzen unter Kontrolle, wodurch die Lebensqualität der Patienten erhalten bleibt. Die vollständigen Studienergebnisse wurden auf dem ESMO-Kongress 2022 vorgestellt.

„Für Patienten mit der Diagnose Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium ist es entscheidend, dass ihre Behandlung nicht nur wirksam ist, sondern es ihnen auch ermöglicht, dabei ihre Lebensqualität zu erhalten", sagte Dr. Bertrand Tombal, Professor für Urologie an der Katholischen Universität von Löwen (UCL) in Brüssel, Belgien. „Diese Ergebnisse der ARASENS-Studie bestätigen das Potenzial von Darolutamid für mHSPC-Patienten."

Tendenziell verzögerte sich der Zeitpunkt bis zur Verschlechterung krankheitsbedingter körperlicher Symptome und Schmerzen durch die Behandlung mit Darolutamid plus ADT und Docetaxel bei Patienten, die zu Beginn der Studie unter mäßigen oder schweren Schmerzen litten. Auch zeigte sich eine Verbesserung bei patientenrelevanten Endpunkten im Vergleich zu Patienten, die nur ADT plus Docetaxel erhalten hatten. Diese Ergebnisse unterstützen eine frühe Behandlungsintensivierung durch die Zugabe von Darolutamid. Das Sterberisiko bei Patienten der Phase-III-Studie ARASENS sank mit frühzeitiger Behandlungsintensivierung im Vergleich zu ADT plus Docetaxel um 32,5 %. Auch verbesserten sich bei diesen Patienten alle patientenrelevanten Endpunkte.

Zu Beginn der Phase-III-ARASENS-Studie war die Lebensqualität der meisten Patienten hoch und sie hatten keine oder nur leichte Schmerzen (81 %). Die Studiendaten zeigten, dass Darolutamid in Kombination mit ADT und Docetaxel die Lebensqualität aufrechterhielt. Dabei war die Dauer bis zur Verschlechterung der krankheitsbezogenen körperlichen Symptome und Schmerzen vergleichbar mit der bei Patienten, die mit ADT und Docetaxel behandelt wurden. Die Behandlung mit Darolutamid plus ADT in Kombination mit Docetaxel führte im Vergleich zu ADT und Docetaxel auch zu weniger Todesfällen insgesamt (35,1 % gegenüber 46,8 %) und prostatakrebsbedingten Todesfällen (26,1 % gegenüber 36,0 %).

Die Gesamthäufigkeit der unerwünschten Ereignisse (AEs) war in beiden Behandlungsarmen vergleichbar, obwohl die Dauer der Behandlung mit Darolutamid länger war (Median 41,0 versus 16,7 Monate). Die Inzidenz spezifischer AEs war im Allgemeinen gering und in beiden Gruppen ähnlich.

Bayer erhielt vor kurzem die Zulassung der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) für Darolutamid in Kombination mit Docetaxel zur Behandlung von Patienten mit mHSPC. Bayer stellte darüber hinaus Zulassungsanträge für die Behandlung des mHSPC bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA, dem japanischen Ministerium für Health, Labour and Welfare (MHLW) sowie dem chinesischen Center of Drug Evaluation (CDE).

Darolutamid wird gemeinsam von Bayer und dem weltweit tätigen Pharmaunternehmen Orion Corporation aus Finnland entwickelt.

Über die ARASENS-Studie[1]

ARASENS ist die einzige randomisierte, prospektiv angelegte, doppelblinde zulassungsrelevante Phase-III-Studie, in der die Einnahme eines ARi der zweiten Generation plus ADT und Docetaxel mit ADT plus Docetaxel (einer in Leitlinien empfohlenen Standardtherapie) für Patienten mit mHSPC verglichen wurde. In der Studie wurden 1.306 neu diagnostizierte Patienten im Verhältnis 1:1 randomisiert und erhielten entweder zweimal täglich 600 mg Darolutamid oder ein entsprechendes Placebo zusätzlich zu Docetaxel und Standard-ADT.

Der primäre Endpunkt der Studie war das Gesamtüberleben (overall survival, OS). Zu den sekundären Endpunkten zählten die Zeit bis zum Auftreten von kastrationsresistentem Prostatakrebs (CRPC), die Zeit bis zur Schmerzprogression, die Zeit bis zum ersten symptomatischen skelettalen Ereignis (SSE) und die Zeit bis zum Beginn einer nachfolgenden Krebstherapie, bewertet jeweils im Abstand von 12 Wochen. Daneben wurden unerwünschte Ereignisse als Maß für das Sicherheitsprofil und die Verträglichkeit erfasst. Die Ergebnisse wurden in The New England Journal of Medicine veröffentlicht. Die ARASENS-Studie zeigte, dass Darolutamid plus ADT und Docetaxel das Sterberisiko im Vergleich zu ADT plus Docetaxel signifikant um 32,5 % senkten.[1] Die bei den sekundären Endpunkten erreichten Verbesserungen unterstützten den Nutzen, der beim primären Endpunkt, dem Gesamtüberleben, beobachtet wurde.[1]

Über das metastasierte hormonsensitive Prostatakarzinom

Prostatakrebs ist die weltweit zweithäufigste Krebsart bei Männern. Im Jahr 2020 wurde Schätzungen zufolge bei etwa 1,4 Millionen Männern weltweit Prostatakrebs diagnostiziert. Rund 375.000 Patienten starben an der Erkrankung.[2]

Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung findet sich bei den meisten Patienten ein lokal begrenztes Prostatakarzinom: Der Tumor ist auf die Prostata beschränkt und kann meist durch eine kurative Operation oder Radiotherapie behandelt werden. Falls die Krankheit entweder metastasiert oder sich erneut lokal ausbreitet (Rezidiv), ist die sogenannte Androgendeprivationstherapie (ADT) die Behandlungsmethode der Wahl für diesen hormonsensitiven Tumor. Derzeitige Behandlungsoptionen für Männer mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom schließen eine alleinige Hormontherapie mit ADT, eine Kombination aus Androgenrezeptor-gerichteten Therapien mit ADT oder eine Kombination aus dem Chemotherapeutikum Docetaxel mit ADT ein.[3] Trotz dieser Behandlung kommt es bei der Mehrheit der Männer mit mHSPC zu einem weiteren Fortschreiten hin zu einer kastrationsresistenten Erkrankung (mCRPC), die mit hoher Krankheitslast und einer deutlich geringeren Überlebensdauer einhergeht.

Über Nubeqa® (Darolutamid)

Darolutamid ist ein oraler Androgenrezeptor-Inhibitor mit einer einzigartigen chemischen Struktur, der mit hoher Affinität an den Rezeptor bindet und eine starke antagonistische Wirkung zeigt. Die Rezeptorfunktion und das Wachstum der Prostatakrebszellen werden dadurch gehemmt. In vergleichenden präklinischen Tierstudien und einer Phase-I-Studie an gesunden Probanden zeigte Darolutamid eine geringe Penetration der Blut-Hirn-Schranke. Dafür spricht auch die vergleichbare Inzidenz von zentralnervösen Nebenwirkungen im Vergleich zu Placebo, die in der Phase-III-Studie ARAMIS beobachtet wurde, sowie auch die signifikante Verbesserung des Sprachgedächtnisses, die sich im Darolutamid-Arm der Phase-II-Studie ODENZA zeigte.

Das Produkt ist unter dem Markennamen Nubeqa® in mehreren Märkten weltweit für die Behandlung von Patienten mit nicht-metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom mit einem hohen Risiko für die Entstehung von Metastasen (Hochrisiko-nmCRPC) zugelassen. Für die Behandlung von Patienten mit metastasierendem hormonsensitivem Prostatakrebs (mHSPC) hat das Produkt vor kurzem die Zulassung der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) erhalten und wird derzeit von anderen Gesundheitsbehörden auf der ganzen Welt geprüft; weitere Anträge sind in Vorbereitung. Der Wirkstoff wird zusätzlich in weiteren Studien in diversen Stadien von Prostatakrebs untersucht. Dazu gehört die ergänzende Phase-III-Studie ARANOTE zur Bewertung von Darolutamid plus Androgendeprivationstherapie (ADT) im Vergleich zu ADT allein beim metastasierten hormonsensitiven Prostatakrebs (mHSPC) sowie eine Phase-III-Studie zur Untersuchung von Darolutamid als adjuvante Behandlung beim lokal begrenzten Prostatakrebs mit sehr hohem Rezidivrisiko (DASL-HiCaP, ANZUP1801).Informationen zu diesen Studien erhalten Sie auf www.clinicaltrials.gov

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presse-Information kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.com/de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

Literaturnachweise

[1] Smith M., Hussain M., Saad F. et al. Darolutamide and Survival in Metastatic, Hormone-Sensitive Prostate Cancer. N Engl J Med. 2022.

[2] Global Cancer Statistics 2020: GLOBOCAN Estimates of Incidence and Mortality Worldwide for 36 Cancers in 185 Countries. CA: A Cancer Journal for Clinicians. https://acsjournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.3322/caac.21660. Accessed August 2022.

[3] S3-Leitlinie Prostatakarzinom. Version 6.2 – Oktober 2021.

S3-Leitlinie Prostatakarzinom (leitlinienprogramm-onkologie.de). Accessed September 2022.

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