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Forschungsprojekt „Skills4Circle“ stärkt Kompetenzen für die Kreislaufwirtschaft

Mit "Skills4Circle" stärkt ein Projektkonsortium die Qualifizierung für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Im Fokus stehen praxisnahe, adaptive Lernformate, die Unternehmen der Chemie- und Kunststoffbranche dabei unterstützen, zukunftsrelevante Kompetenzen ihrer Mitarbeitenden effizient und bedarfsgerecht aufzubauen.

Projekt unterstützt Unternehmen gezielt und praxisnah bei der Qualifikation der Mitarbeitenden

Mit dem vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) sowie der Europäischen Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) geförderten Projekt “Skills4Circle – Kompetenzen für eine zirkuläre Wirtschaft” bündeln das Kunststoff-Zentrum SKZ, die Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH sowie die Professur für Ingenieurpädagogik und Didaktik der technischen Bildung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ihre Kompetenzen in einem gemeinsamen Bildungsvorhaben. 

Die Transformation hin zu einer Kreislaufwirtschaft gewinnt für Industrieunternehmen zunehmend an Bedeutung. Steigende regulatorische Anforderungen, knapper werdende Ressourcen sowie wachsende Erwartungen an nachhaltige Produktions- und Geschäftsmodelle erfordern ein grundlegendes Umdenken entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Für Unternehmen der Chemie- und Kunststoffbranche bedeutet dies, Materialien, Prozesse und Produkte stärker zirkulär auszurichten und bestehende Strukturen anzupassen.

Gleichzeitig fehlen in vielen Betrieben noch die notwendigen Kompetenzen, um diese Veränderungen systematisch umzusetzen. Genau hier setzt “Skills4Circle” an: Ziel ist es, Unternehmen gezielt bei der Entwicklung und Umsetzung nachhaltigkeitsbezogener Qualifizierungsmaßnahmen zu unterstützen und Mitarbeitende für die Anforderungen einer zirkulären Wirtschaft zu befähigen.

Die Mitarbeitenden, die den Wandel im betrieblichen Alltag aktiv umsetzen, stellen ein zentrales Schlüsselelement bei der Transformation dar. Im Projekt werden daher adaptive Lernangebote entwickelt, die sich flexibel an den individuellen Wissensstand und die Bedarfe der Lernenden anpassen. Die Inhalte orientieren sich an realen betrieblichen Anforderungen und werden gemeinsam mit Unternehmen der Chemie- und Kunststoffbranche entwickelt, erprobt und kontinuierlich weiterentwickelt.

Unternehmen sollen befähigt werden, die Transformation aktiv zu gestalten
„Die Kreislaufwirtschaft erfordert neue Kompetenzen in allen Bereichen des Unternehmens – von der Materialentwicklung über Prozesseffizienz bis hin zu nachhaltigen Geschäftsmodellen“, erklärt Malena Müller, Projektleiterin von Skills4Circle am SKZ. „Mit Skills4Circle schaffen wir praxisnahe Lernangebote, die Unternehmen in ihrer Transformation unterstützen und Mitarbeitende dazu befähigen, aktiv zur Ressourcenschonung beizutragen.“

Die enge Einbindung der Unternehmen ist ein zentraler Bestandteil des Projekts: Sie bringen ihre Perspektiven in die Entwicklung ein, erproben die Lernangebote in der Praxis und unterstützen deren Weiterentwicklung. So entstehen Qualifizierungsformate, die sich konkret in betriebliche Abläufe integrieren lassen und unmittelbar anwendbares Wissen vermitteln.

„Für Unternehmen ist es entscheidend, dass Qualifizierungsangebote konkret an ihren tatsächlichen Bedarfen ansetzen und zugleich flexibel einsetzbar sind“, betont Marny Schröder, Projektleiterin von “Skills4Circle” bei Provadis. „Die im Projekt entwickelten Lernformate verbinden Individualisierung mit praxisnaher Anwendung und erleichtern so den Transfer in den Arbeitsalltag.“

Ergänzend werden Branchenverbände, Sozialpartner und weitere Multiplikatoren in das Projekt eingebunden. Sie unterstützen dabei, die entwickelten Qualifizierungsansätze auf branchenspezifische Anforderungen abzustimmen und deren Verbreitung über einzelne Unternehmen hinaus zu ermöglichen. So wird bereits während der Projektlaufzeit der Transfer in die Breite vorbereitet und die Anschlussfähigkeit der Ergebnisse sichergestellt.

Neben der praktischen Umsetzung spielt auch die didaktische Fundierung eine zentrale Rolle. Wissenschaftliche Expertise im Bereich adaptiver Lernsysteme und Kompetenzentwicklung stellt sicher, dass die Lernangebote nicht nur praxisnah, sondern auch lernwirksam gestaltet sind. „Adaptive Lernsysteme ermöglichen es, unterschiedliche Lernvoraussetzungen gezielt zu berücksichtigen und Lernprozesse effizienter zu gestalten“, erläutert Dr. Stefan Brämer der Universität Magdeburg. 

Innovative Qualifizierung entlang des Entwicklungs- und Produktionsprozesses im Unternehmen
Im Projekt entstehen neben den digitalen Lernmodulen ein umfassendes Qualifizierungskonzept sowie ein Leitfaden für adaptive Online Trainings in der Kreislaufwirtschaft. Die Trainings sind modular aufgebaut, flexibel kombinierbar und können entlang verschiedener Unternehmensbereiche eingesetzt werden. Die teilnehmenden Unternehmen werden eng in die Entwicklung eingebunden, sodass die Lernangebote kontinuierlich an betriebliche Anforderungen angepasst werden können. Während der Projektlaufzeit stehen die Trainings den teilnehmenden Unternehmen kostenfrei zur Verfügung und bieten die Möglichkeit, neue Qualifizierungsansätze praxisnah zu erproben.

Starkes Konsortium für eine nachhaltige Zukunft
Das Projekt vereint Kompetenzen aus Bildung, Forschung und industrieller Praxis:
Das SKZ bringt seine Expertise in Kunststofftechnologie und Kreislaufwirtschaft ein, Provadis steht für die praxisorientierte Umsetzung in der betrieblichen Weiterbildung, und die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ergänzt das Konsortium durch ihre wissenschaftliche Kompetenz in der Ingenieurpädagogik. Ziel ist es, dass die Inhalte nicht nur fachlich fundiert, sondern auch didaktisch wirksam und im Arbeitsalltag flexibel einsetzbar sind. So wird der Transfer der Projektergebnisse in Unternehmen systematisch unterstützt. Gemeinsam mit Unternehmen, Branchenverbänden und Sozialpartnern entsteht so ein ganzheitlicher Ansatz, der fachliche, didaktische und praktische Anforderungen miteinander verbindet und eine nachhaltige Nutzung der Projektergebnisse unterstützt.

Unternehmen für “Skills4Circle” gesucht
In das Projekt eingebunden sind Praxispartner. Aktuell werden weitere Unternehmen gesucht, die die Lernmodule erproben und durch ihr Feedback zur Weiterentwicklung beitragen möchten. Insbesondere Betriebe aus der Chemie- und Kunststoffbranche sind eingeladen, sich aktiv einzubringen. Sie profitieren von einem frühen Zugang zu innovativen Qualifizierungsansätzen und können die Inhalte bedarfsgerecht mitgestalten.

Förderhinweis
Das Projekt „Skills4Circle – Kompetenzen für eine zirkuläre Wirtschaft“ wird im Rahmen des Programms „Nachhaltig im Beruf – zukunftsorientiert ausbilden“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Europäische Union über den Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert. Fachlich begleitet wird das Projekt durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), administrativ umgesetzt durch die Knappschaft-Bahn-See (KBS).

Über SKZ – Das Kunststoff-Zentrum

Das SKZ ist ein Klimaschutzunternehmen und Mitglied der Zuse-Gemeinschaft. Diese ist ein Verbund unabhängiger, industrienaher Forschungseinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, insbesondere des Mittelstandes, durch Innovation und Vernetzung zu verbessern.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

SKZ – Das Kunststoff-Zentrum
Friedrich-Bergius-Ring 22
97076 Würzburg
Telefon: +49 931 4104-0
https://www.skz.de

Ansprechpartner:
Malena Müller
Scientist | Engineer | Transformation der Kunststoffindustrie
Telefon: +49 (931) 4104-4123
E-Mail: m.mueller@skz.de
Pia Lehnfeld
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 931 4104-197
E-Mail: p.lehnfeld@skz.de
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