PROCON-Connect unterstützt Anwender, Daten einfach zu akquirieren, vorzuverarbeiten und für andere Applikationen bereitzustellen. Die Software setzt auf einfaches Konfigurieren über den Webbrowser. Ein zusätzliches Engineering-Tool und Programmierkenntnisse sind nicht notwendig. Somit erleichtert PROCON-Connect den Datenaustausch über Applikationen hinweg und beschleunigt die Inbetriebnahme.
Die IEC 60870-5 gilt als etablierter Standard für die Kommunikation in dezentralen Energie- und Infrastrukturumgebungen. Sie kommt in vielen Industrien zum Einsatz, unter anderem in der verteilten Energieinfrastruktur, in Photovoltaik-, Windkraft- und Wasserstoffanlagen, Batteriespeichersystemen sowie SCADA-Applikationen. Dank der Erweiterung um die IEC 60870-5 ergeben sich für PROCON-Connect zahlreiche Einsatzmöglichkeiten im Kontext von Netzausbau und dezentraler Infrastruktur.
Standardisiert, offen und flexibel einsetzbar
Die IEC 60870-5 erlaubt es, ohne hohen Konfigurationsaufwand Geräte verschiedener Hersteller zuverlässig miteinander kommunizieren zu lassen. Das ermöglicht die koordinierte Überwachung, Datenakquise und Fernsteuerung in beinahe Echtzeit – unabhängig vom Hersteller der eingesetzten Feldgeräte. In Kombination mit PROCON-Connect entsteht eine offene Kommunikationsplattform, die sich flexibel erweitern lässt und über u-OS-Apps an spezifische Anforderungen angepasst werden kann – ohne zusätzliche Gateways oder kostenintensive Hardware.
PROCON-Connect unterstützt künftig sowohl den seriellen Standard IEC 60870-5-101 (IEC 101) als auch den TCP/IP-basierten Standard IEC 60870-5-104 (IEC 104). Für beide Protokollvarianten stehen zudem vollständige Server- und Client-Implementierungen zur Verfügung. Dies ermöglicht den flexiblen Einsatz von PROCON-Connect als leistungsfähiges Gateway zwischen bislang getrennten IEC-60870-5-Netzwerken sowie in kaskadierten Topologien. So können Daten mehrerer Serverinstanzen effizient über Client-Mechanismen aggregiert und anschließend über den integrierten Server an übergeordnete SCADA-Systeme weitergeleitet werden.
Effizient Daten austauschen
Eine Besonderheit ist die Möglichkeit, Daten aus IEC 60870 über den u-OS Data Hub direkt an zusätzliche Applikationen weiterzuleiten. Anwendungen wie Analysewerkzeuge, Visualisierungssoftware oder andere IIoT-Services können damit ohne Zusatzaufwand auf die komplexen Variablen des IEC-Protokolls zugreifen. Dies erleichtert den Aufbau modularer Systemarchitekturen nach dem Baukastenprinzip und reduziert Integrationskosten.
Die direkte u‑OS‑Integration von PROCON-Connect sorgt dafür, dass Anwender keine zusätzlichen Gateways mehr benötigen. Das senkt Investitionskosten und reduziert Komplexität. Gleichzeitig profitieren Betreiber der kritischen Infrastruktur von mehr Interoperabilität und höherer Betriebssicherheit.
In vielen Energieinfrastrukturen sind Kommunikationsstandards gesetzlich vorgegeben. Sie helfen, Anforderungen an die Netzstabilität, das Einspeisemanagement oder die Priorisierung von Störmeldungen zu regeln. Mit PROCON-Connect und der IEC-60870-5-Erweiterung stellen Betreiber sicher, ihre Anlagen normgerecht überwachen und steuern zu können.
Die Erweiterung von PROCON-Connect um IEC 60870-5 stellt eine zukunftsfähige Kommunikationslösung dar. Sie unterstützt gezielt dezentrale Anwendungen in der Energie- und Prozessindustrie. Die Kombination aus herstellerübergreifender Interoperabilität, modularer Erweiterbarkeit und direkter IIoT-Anbindung schafft ideale Voraussetzungen für den sicheren und effizienten Betrieb bestehender und neuer Anlagen.
Industrial Connectivity: Elektrifizierung, Automatisierung, Digitalisierung, elektrische Verbindungstechnik und erneuerbare Energien – Märkte, in denen Weidmüller zu Hause ist. Das 1850 gegründete Familienunternehmen ist in über 80 Ländern mit Produktionsstätten und Vertriebsgesellschaften vertreten. Als Global Player in der elektrischen Verbindungstechnik erzielte Weidmüller im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von über einer Milliarde Euro mit rund 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit – davon ca. 2.000 am Stammsitz in Detmold, inmitten von Ostwestfalen-Lippe.
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