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ANÜ-Fachkräfte integrieren: Vorbehalte in Teams werden zur Projektfrage

Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ) kann Engineering- und IT-Projekte stabilisieren, personelle Engpässe auffangen und externe Expertise schnell verfügbar machen. Eine Studie des Ingenieur- und IT-Dienstleisters SALT AND PEPPER zeigt jedoch: Ob externe Fachkräfte im Projektalltag schnell produktiv werden, entscheidet sich nicht allein an der fachlichen Qualifikation. In vielen Unternehmen wird ihre Einbindung zur zentralen Voraussetzung für erfolgreiche Zusammenarbeit.

57,6 Prozent der Befragten bestätigen Vorbehalte in Stammbelegschaften gegenüber ANÜ-Kolleg:innen. 42 Prozent erleben ANÜ-Kolleg:innen sogar als Fremdkörper. Die Studie ordnet diese Wahrnehmung nicht als Problem der Fachkräfte selbst ein. Vielmehr entstehen Distanz und Unsicherheit häufig dort, wo Kommunikation, Einbindung und Transparenz fehlen.

Für Engineering- und IT-Projekte hat das direkte Bedeutung. Werden externe Fachkräfte bewusst oder unbewusst nicht ausreichend eingebunden, können Ramp-up, Zusammenarbeit und Projektfortschritt erschwert werden. Die Frage lautet daher nicht nur, ob passende Expertise verfügbar ist, sondern wie schnell sie im Projekt anschlussfähig wird. Einbindung wird damit nicht nur zu einer Frage von Onboarding oder Unternehmenskultur, sondern zu einem Bestandteil professioneller Projektsteuerung.

Aus Sicht von SALT AND PEPPER greift es deshalb zu kurz, nur auf die Vertrags- oder Einsatzform zu schauen. „Entscheidend ist nicht das Vertragsmodell selbst, sondern das Zusammenspiel zwischen Entleiher, Verleiher und den Fachkräften im Einsatz. Dort entscheidet sich, ob Projekte vorankommen – oder stocken“, sagt Markus Wolfgramm, Geschäftsführer bei SALT AND PEPPER Technology. „Die Unternehmen, die ich als besonders erfolgreich erlebe, vereint eines: Sie nutzen Expertise bewusst. Sie schaffen Klarheit in Rollen, Transparenz in Zusammenarbeit und echte Integration für externe Spezialist:innen.“

Einbindung beginnt vor dem ersten Projekttag

Die Studie zeigt, dass erfolgreiche ANÜ in Engineering- und IT-Projekten bereits vor dem ersten Projekttag vorbereitet werden muss. Unternehmen sollten Aufgaben, Projektkontext, Einsatzdauer, Schnittstellen und Verantwortlichkeiten eindeutig klären. Ebenso wichtig ist, dass die Stammbelegschaft versteht, warum externe Expertise eingebunden wird und welchen Beitrag sie im Projekt leisten soll.

Beim Projektstart geht es um konkrete Arbeitsfähigkeit: Begrüßung, Vorstellung im Team und an relevanten Schnittstellen, eingerichteter Arbeitsplatz, Zugang zu IT-Systemen, Tools, Dokumentationen und Ansprechpartner:innen. Die Studie empfiehlt zudem, ANÜ-Fachkräfte über Buddy- oder Patensysteme sowie strukturierte Einführungsprogramme in bestehende Abläufe einzubinden.

Im Projektalltag zeigt sich, ob diese Vorbereitung trägt. ANÜ-Fachkräfte brauchen Zugang zu relevanten Abstimmungen, Reviews, Workshops und Entscheidungswegen, damit ihre fachlichen Beiträge rechtzeitig in Entscheidungen und Arbeitsergebnisse einfließen können. Ebenso wichtig sind klare Zuständigkeiten, transparente Erwartungen und regelmäßige Feedbackschleifen zwischen Einsatzunternehmen, Verleiher und Fachkraft. Einbindung ist damit kein einmaliger Onboarding-Schritt, sondern muss über den gesamten Einsatz hinweg aktiv gestaltet werden.

Klare Strukturen stärken Projektfortschritt und Wettbewerbsfähigkeit

Für Entscheider:innen in Engineering und IT ergibt sich daraus eine klare Konsequenz: Wer ANÜ strategisch einsetzen will, sollte die Einbindung externer Fachkräfte als festen Bestandteil des Projekt-Set-ups verstehen. Dazu gehören klare Rollen, transparente Kommunikation, Teamzugang, Feedbackprozesse und die enge Abstimmung zwischen Entleiher, Verleiher und Fachkraft.

Wo externe Fachkräfte schnell Zugang zu Projektkontext, Team und Entscheidungswegen bekommen, steigt die Chance, dass vorhandene Expertise nicht nur personelle Engpässe überbrückt, sondern Projektfortschritt, Qualität und neue Lösungswege unterstützt. Gerade in anspruchsvollen Engineering- und IT-Umfeldern kann das ein wichtiger Faktor für Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit sein.

„Organisationen, die externe Expertise flexibel, professionell und respektvoll einbinden, werden in den kommenden Jahren vorne liegen“, sagt Wolfgramm. „Nicht, weil sie mehr Ressourcen haben, sondern weil sie sie besser nutzen.“

Die Studie macht damit deutlich: Arbeitnehmerüberlassung im Engineering- und IT-Bereich ist nicht nur eine Vertragsform zur kurzfristigen Kapazitätssicherung. Richtig eingesetzt kann sie Projekte stabilisieren, Engpässe gezielter auffangen und externe Expertise schneller nutzbar machen. Voraussetzung ist, dass Unternehmen externe Fachkräfte nicht nur fachlich auswählen, sondern strukturell in Projekt, Team und Arbeitsprozesse einbinden. So kann ANÜ dazu beitragen, Projektfortschritt und Qualität zu sichern und die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit in anspruchsvollen Engineering- und IT-Umfeldern zu stärken.

Vollständige Ergebnisse

Die vollständige Studie mit vertiefenden Daten, Modellrechnungen und Praxisimpulsen steht hier zum Download bereit:
https://salt-and-pepper.eu/research/anue-report-2025/

Über die Studie

Die SALT AND PEPPER-Studie untersucht, wie Arbeitnehmerüberlassung heute genutzt wird, welche Barrieren bestehen und welche strategischen Potenziale insbesondere im Engineering- und IT-Umfeld bislang ungenutzt bleiben.

Die Datengrundlage bilden Online-Umfragen der Civey GmbH im Auftrag von SALT AND PEPPER. Der Befragungszeitraum lag zwischen dem 04.07. und dem 29.07.2025. Befragt wurden 1.000 Erwerbstätige, die sich beruflich mit dem Thema Arbeitnehmerüberlassung beschäftigen, sowie 250 Erwerbstätige im Bereich IT, Entwicklung und Forschung, die beruflich Personalentscheidungen treffen und in einem Büro arbeiten.

Über die SALT AND PEPPER Gruppe

SALT AND PEPPER ist eine deutschlandweit tätige Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Bremen. Sie bietet hochwertige Engineering-Dienstleistungen, Softwareentwicklung und Weiterbildung aus einer Hand. Mit viel Know-how arbeiten rund 450 Mitarbeitende an acht Standorten an den zentralen Herausforderungen von Industrie 4.0 und Digitalisierung. Die Unternehmenswerte Mut, Professionalität, Respekt, Kreativität und Leidenschaft machen SALT AND PEPPER zu einem branchenübergreifenden Fortschrittspartner und einer One-Stop-Lösung für die deutsche Wirtschaft.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

SALT AND PEPPER Gruppe
Fahrenheitstr. 11
28359 Bremen
Telefon: +49 (421) 691070-0
Telefax: +49 (421) 691070-10
http://www.salt-and-pepper.eu

Ansprechpartner:
Martin Löwe
Manager Externe Kommunikation / Pressesprecher
E-Mail: m.loewe@salt-and-pepper.eu
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