SKZ-Spinn-off erschließt bislang ungelöstes Recyclingproblem im Baubereich – Messeauftritt im Oktober auf der Fakuma
Superabsorbierende Polymere (SAP) sind in der Baubranche weit verbreitet – sie stecken in Drainagebahnen, Dichtungsmatten, Geotextilien und weiteren Bauprodukten, die überall dort eingesetzt werden, wo Wasser kontrolliert abgeführt oder dauerhaft ferngehalten werden muss. Nach dem Lebensende dieser Produkte stellt ihre Aufbereitung die Recyclingbranche aktuell vor unlösbare Probleme: Die Kombination aus Kunststoffträgermaterial und Superabsorber macht eine Aufbereitung mit herkömmlichen Verfahren unmöglich.
Die Lösung: patentiertes Verfahren, einsatzfähiges Regranulat
Die LaMa Recycling GmbH hat ein angepasstes Recyclingverfahren entwickelt, das zum Patent angemeldet ist und einen entscheidenden Durchbruch ermöglicht: Die superabsorberhaltigen Kunststoffprodukte werden zu hochwertigem Regranulat aufbereitet, das wieder in der Produktion eingesetzt werden kann – und das, ohne dass der Superabsorber im Recyclingprozess stört. Was bislang als nicht recycelbar galt, wird damit zum Sekundärrohstoff.
Bereit zur Skalierung: 200 kg/h produktionssicher
Was viele Recyclingtechnologien noch vor sich haben, hat die LaMa Recycling GmbH bereits erreicht: Die Aufbereitung funktioniert nicht nur im Labor, sondern produktionssicher im industriellen Maßstab. Mit einem Durchsatz von 200 kg/h ist das Unternehmen bereit, die Technologie in den Markt zu bringen – und damit einen Materialstrom zu erschließen, für den es bislang keine wirtschaftliche Lösung gab.
Gründung mit Haltung – und starker Rückendeckung
„Wir sind überzeugt, dass Kreislaufwirtschaft nur dann funktioniert, wenn wir auch für die schwierigen Materialströme eine Lösung finden", sagt Dr. Marieluise Lang, Mitgründerin der LaMa Recycling GmbH. „Superabsorberhaltige Bauprodukte sind genau so ein Fall – und wir haben uns vorgenommen, ihn zu lösen. Mit unserer Technologie können wir aber auch weitere technische Materialien aufbereiten. Was alles möglich ist – da lernen wir jeden Tag dazu."
Gegründet wurde das Unternehmen von Dr. Lars Helmlinger, Dr. Marieluise Lang und Thomas Wolz. Mit dem Standort am Kunststoff-Zentrum SKZ in Würzburg ist die LaMa Recycling GmbH Teil eines innovationsstarken Umfelds für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer in der Kunststoffbranche. Die Nähe zu Wissenschaft und Industrie unterstützt die Weiterentwicklung und Markteinführung der neuen Recyclingtechnologie.
Die Technologie wird zudem bis Mitte 2027 im Rahmen des EXIST-Technologietransfers gefördert – einem der renommiertesten deutschen Förderprogramme für den Transfer von Spitzent echnologien aus der Wissenschaft in den Markt.
Messeauftritt auf der Fakuma im Oktober
Im Oktober 2026 wird die LaMa Recycling GmbH erstmals auf dem Gemeinschaftsstand von Bayern Innovativ auf der Fakuma in Friedrichshafen vertreten sein. Interessierte aus Industrie, Forschung und Praxis haben dort die Möglichkeit, das Team kennenzulernen und mehr über die Technologie und das Geschäftsmodell zu erfahren. „Die Fakuma ist die ideale Plattform, um mit potenziellen Partnern und Kunden ins Gespräch zu kommen", so Thomas Wolz. „Wir freuen uns auf den Austausch."
Über die LaMa Recycling GmbH
Die LaMa Recycling GmbH wurde am 13. März 2026 gegründet und hat ihren Sitz am SKZ in Würzburg. Das Unternehmen entwickelt und betreibt patentierte Verfahren zur Aufbereitung von Kunststoffprodukten mit Superabsorbern, insbesondere aus dem Baubereich, und wird bis Mitte 2027 durch den EXIST-Technologietransfer gefördert.
Das SKZ ist ein Klimaschutzunternehmen und Mitglied der Zuse-Gemeinschaft. Diese ist ein Verbund unabhängiger, industrienaher Forschungseinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, insbesondere des Mittelstandes, durch Innovation und Vernetzung zu verbessern.
SKZ – Das Kunststoff-Zentrum
Friedrich-Bergius-Ring 22
97076 Würzburg
Telefon: +49 931 4104-0
https://www.skz.de
LaMa Recycling GmbH Würzburg
E-Mail: marieluise.lang@lamarecycling.com
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